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Kino: "Alles, was man braucht"


Filmszene / ©Antje Hubert

CELLE. In Kooperation mit der Bürgerinitiative Flotwedel und der Initiative Land in Sicht - Transition (LiSt) Celle ist die Filmemacherin Antje Hubert am Montag, 23. Mai, im Kino achteinhalb mit ihrem Film "Alles, was man braucht". Unter anderem wird der Müdener Dorfladen "Tante Hanna" in dem Dokumentarfilm porträtiert.


Was brauchen wir für ein gutes Leben? Nicht viel, meint ein Dorfladenbesitzer aus Dithmarschen. Etwas zum Essen, zum Trinken, und die Freiheit, sich Zeit zu nehmen für das, was man gerade tut. Zusammen mit seiner Frau hat er einen Dorfladen aufgemacht - ein 40 qm großes, lebensfrohes Universum aus regionalem Gemüse, sorgfältig arrangierten Regalen, Klönschnack und Zusammenhalt. Und eine Insel in einem Meer aus Discountern, die die kleinen Läden auf dem Land schon lange verdrängt haben. Zwei Jahre lang reisen wir durch norddeutsche Dörfer und erzählen von Menschen, die im Vakuum fast verloren gegangener Traditionen etwas Neues wagen: Eine ehemalige Verkaufsstellenleiterin rettet ihren alten Konsum durch die Zeit, ein weitgereister Koch wird Leiter eines kleinen Lebensmittelmarktes, eine Höfegemeinschaft mit Bioladen sucht auf einer alten LPG nach Lösungen für eine nachhaltige und gerechte Welt, ein Bürgermeister baut an einer vielbefahrenen Bundesstraße einen Verkaufsautomaten und ein Supermarktbesitzer übernimmt die aufwändige Versorgung der Halligleute im Wattenmeer. Selbst als die Corona-Maßnahmen das gewohnte Leben zum Erliegen bringt, schaffen sie es, das Wesentliche ihrer Arbeit zu erhalten: die Wertschätzung der Dinge und die gelebte Zuwendung zu anderen Menschen.


"Ein Dorf stirbt, wenn es keine Treffpunkte mehr gibt, keinen Markt und keinen Bäcker. Die Filmemacherin Antje Hubert begegnet Menschen, die das Landleben aufblühen lassen, weil sie sich dem Trend entgegenstellen, der alle zu den Discounter-Hallen auf der grünen Wiese treibt. Dass ein Dokumentarfilm über bewussten Konsum unser Leben ändern wird, ist unwahrscheinlich. Aber vielleicht erkennen wir, wie wertvoll ein Tante-Emma-Laden - oder in diesem Fall ein Tanta-Hannah-Laden - doch sein kann. Und merken, dass ein einfaches Glas Rotwein dort ganz fantastisch sein kann." (Süddeutsche Zeitung)


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