Patientenbeauftragter feierlich verabschiedet


Feierlicher Abschied des ehemaligen AKH-Chefarztes Prof. Hans Jörg Oestern als Patientenbeauftragter mit (von links) Prof. Dr. med. Ulf Culemann (Chefarzt Unfallchirurgie am AKH), Dr. Stefanie Fitschen-Oestern (Tochter von Prof. Oestern), Dr. Martin Windmann (AKH-Vorstandsvorsitzender), Sabine Oestern (Ehefrau von Prof. Oestern), Axel Flader (AKH-Aufsichtsratsvorsitzender), Prof. Hans-Jörg Oestern, Prof. Dr. med. Eckart Mayr (Chefarzt Orthopädie am AKH) sowie Prof. Eckhard Rickels (neuer Patientenbeauftragter am AKH). Foto: AKH Celle

CELE. Seit Juni 2015 ist der ehemalige AKH-Chefarzt Prof. Hans-Jörg Oestern Patientenbeauftragter im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Celle. Nun läuft die Berufung des 77-Jährigen für dieses Amt aus - und er übergibt den Staffelstab an seinen Nachfolger Prof. Eckhard Rickels, ebenfalls ehemaliger Chefarzt im AKH. Während einer kleinen Feierstunde, unter anderem mit dem Celler Landrat und AKH

Aufsichtsratsvorsitzenden Axel Flader, den beiden stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Angela Hohmann und Dr. Hans-Georg Ratsch-Heitmann sowie Weggefährten und Medizinern des AKH, wurde nun das besondere Engagement gewürdigt.


Mehr als 25 Jahre hat Prof. Oestern als Chefarzt im AKH gearbeitet, zuletzt als Chefarzt der damaligen Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Neurotraumatologie. Drei Jahre nach seiner Pensionierung hat er dann das Amt des Patientenbeauftragten angetreten und dabei stets betont, dass er trotz seiner AKH Vergangenheit immer eine neutrale Position einnehme und sich bei einem Problem immer alle Seiten anhöre. „Und ich glaube, das ist mir in den vergangenen Jahren ganz gut gelungen. Es waren immer sachliche und vertrauensvolle Gespräche“, sagt Prof. Oestern.


Bei allein rund 30.000 stationär behandelten Patientinnen und Patienten pro Jahr gebe es vereinzelt natürlich immer Personen, die nicht ganz zufrieden mit dem Aufenthalt im AKH seien. „Ich konnte dann meist gut vermitteln. Oft reicht es den Menschen aber auch schon aus, wenn sie mit jemandem über ihr Anliegen sprechen können“, sagt Prof. Oestern, der auf eine langjährige medizinische Tätigkeit zurückblicken kann.


Zunächst studierte er Medizin in Bonn und Wien, machte 1970 sein Staatsexamen und arbeitete an der Medizinischen Hochschule Hannover. 1985 wurde er zum apl. Professor der MHH ernannt und zum Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie vom Allgemeinen Krankenhaus Celle gewählt. In der Region war er dann u.a. 1998 einer der zentralen Mediziner, der nach dem ICE-Unfall von Eschede die Versorgung der rund 100 Verletzten organisierte.


„Seit mehr als 50 Jahren zum Wohle der Menschen tätig, davon mehr als 40 Jahre dem AKH auf die ein oder andere Weise verbunden. Wir danken Prof. Oestern ganz besonders, dass er sich auch nach seiner Pensionierung für das Allgemeine Krankenhaus engagiert hat. Er hatte immer ein offenes Ohr für die Patientinnen und Patienten und hat das Amt des Patientenbeauftragten hervorragend ausgefüllt“, sagt der AKH-Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Axel Flader.


Auch die beiden AKH-Vorstände Dr. Martin Windmann und Franz Caesar danken Prof. Oestern für seinen Einsatz und heißen seinen Nachfolger im Amt des Patientenbeauftragten, Prof. Eckhard Rickels, herzlich willkommen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Patientinnen und Patienten mit Prof. Rickels abermals einen vertrauensvollen Ansprechpartner bekommen, der sich auch wieder durch eine große fachliche Expertise auszeichnet. Und wir alle im AKH werden weiterhin alles tun, um stets die bestmögliche Behandlungs- und Servicequalität zu bieten, damit alle Patentinnen und Patienten sowie auch die Angehörigen rundum zufrieden sind“, so die beiden Vorstände abschließend.




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