Ostermärsche: Für Frieden und Gute Arbeit
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CELLE. In Norddeutschland finden seit über 60 Jahren Ostermärsche für Frieden und Abrüstung statt. Der DGB ruft seit jeher bundesweit zur Beteiligung an den Märschen auf. „Als Gewerkschaften fordern wir angesichts der aktuellen Weltlage die Bundesregierung in diesem Jahr auf, klar Stellung für den Bestand des völkerrechtlichen Gewaltverbots zu beziehen und die Rolle der EU als Friedensmacht zu stärken.“ fasst Ute Neumann, DGB-Regionsgeschäftsführerin Niedersachsen-Mitte, den Aufruf zusammen und führt weiter aus: „Gleichzeitig vertreten unsere Mitgliedsgewerkschaften auch die Interessen der Beschäftigten in der Rüstungsindustrie und verhandeln gute Tarifverträge in dem Bereich. Insofern ist es unverständlich, warum in Unterlüß vor den Kollegen und Kolleginnen demonstriert werden soll.“
Die IGBCE ist die zuständige Gewerkschaft für die Rheinmetall-Werke in Unterlüß, die zum Tarifbereich der Chemischen Industrie gehören. Regina Karsch, Bezirksleiterin des IGBCE-Bezirk Hannover ergänzt:
„Für uns als IGBCE ist klar: Wir stehen für Frieden, aber ebenso für sichere und gute Arbeitsplätze in unserer Industrie. Gerade erst haben wir mit dem ChemieTarifabschluss gezeigt, dass wir auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten verlässliche Perspektiven für die Beschäftigten schaffen. Das gilt ausdrücklich auch für die Kolleginnen und Kollegen bei Rheinmetall in Unterlüß. Unsere Zuständigkeit ist dabei kein Zufall, sondern Ausdruck industrieller Realität: Die Werke sind Teil der chemischen Industrie, und wir sorgen mit unserer Tarifpolitik dafür, dass die Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen, faire Entgelte und Zukunftssicherheit haben. Wer hier pauschal gegen den Standort demonstriert, verkennt die Verantwortung gegenüber den Menschen, die dort arbeiten und deren Interessen wir als IGBCE vertreten.“
Text: IGBCE














