„Mensch oder Maschine?“: Junge Richterinnen und Richter setzen sich mit der Justiz der Zukunft auseinander
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CELLE. Austausch in Trier: Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten unter anderem die Themen Künstliche Intelligenz, Social Media und das richterliche Selbstverständnis. Das Oberlandesgericht Celle bot einen Workshop zur Künstlichen Intelligenz an.
Welche Chancen und Herausforderungen bringen Künstliche Intelligenz und soziale Medien für die richterliche Arbeit mit sich? Wie muss sich die juristische Ausbildung weiterentwickeln? Was bedeutet richterliche Verantwortung heute? Diese und weitere Fragen haben mehr als 130 junge Richterinnen und Richter aus dem gesamten Bundesgebiet vom 12. bis 14. August 2026 bei der Veranstaltung „Zukunft der Justiz – Justiz der Zukunft“ in Trier diskutiert. Dabei setzten sie sich in verschiedenen Workshops der Oberlandesgerichte mit Zukunftsthemen auseinander.
Das Oberlandesgericht Celle bot den Workshop „Mensch oder Maschine“ an. Eine zentrale Frage, die sich die Teilnehmenden dabei stellten: Können KI-Systeme die Qualität einer gerichtlichen Entscheidung erreichen? „Es ist wichtig, dass wir uns als Richterinnen und Richter nicht nur mit der Technik an sich auseinandersetzen, sondern auch verantwortungsvoll mit ihr umgehen können", sagt die Präsidentin des Oberlandesgerichts Celle Stefanie Otte. „Künstliche Intelligenz kann die Qualität der Rechtsprechung verbessern, indem sie die Richterinnen und Richter unterstützt. Sie ersetzt aber nicht die richterliche Entscheidung."
Die jungen Richterinnen und Richter beschäftigten sich gemeinsam mit den ebenfalls teilnehmenden Präsidentinnen und Präsidenten der Oberlandesgerichte Braunschweig, Hamm, Karlsruhe, Koblenz, Rostock und Zweibrücken mit aktuellen Herausforderungen des Richterberufs und einer modernen Justiz. Die anschließenden Podiumsdiskussionen und Gespräche beschränkten sich dabei nicht nur auf die Bühne: Über ein digitales Beteiligungstool konnten die Teilnehmenden zu verschiedenen Fragen abstimmen; die Ergebnisse wurden unmittelbar einbezogen. Bei der von Dr. Philip Raillon moderierten Veranstaltung formulierten die Teilnehmenden auch Kritik und konkrete Veränderungsimpulse für die Justiz von morgen.
Die Veranstaltung knüpft an den ersten bundesweiten Austausch junger Richterinnen und Richter an, der 2024 in Recklinghausen stattfand und auf eine Initiative der Oberlandesgerichte Braunschweig, Celle, Hamm und Koblenz zurückgeht. Nach dem erfolgreichen Auftakt wurde das Format nun unter der federführenden Organisation des Oberlandesgerichts Koblenz in Trier fortgesetzt.
Text: Oberlandesgericht Celle














