Gelächter im Celler Stadtrat: FDP zieht „Hundekackebeutelantrag“ zurück

CELLE. Eine Kotbeutelpflicht wird es in Celle vorerst nicht geben. Im Celler Stadtrat sollte eigentlich darüber abgestimmt werden, ob Menschen mit Hund im Stadtgebiet stets einen Kotbeutel für ihr Tier dabeihaben müssen. Zu Beginn der Sitzung am Donnerstag wurde der Antrag aber kurzfristig von der Tagesordnung genommen. „Die FDP-Fraktion nimmt den Hundekackebeutelantrag zurück“, sagte FDP-Ratsherr Ralf Blidon. „Wir wollen uns vorbehalten, darüber noch einmal gesondert und ausführlich nachzudenken.“ Das Plenum reagierte darauf mit Gelächter, bevor mit der angepassten Tagesordnung fortgefahren wurde.
Verstoß gegen Kotbeutelpflicht sollte 5000 Euro kosten
Die FDP-Fraktion im Rat wollte mit dem Antrag das Problem mit liegengelassenem Hundekot im Stadtgebiet angehen. Die Spender für Kotbeutel würden aus ihrer Sicht nicht ausreichend genutzt und es könne nicht sein, dass Steuergelder dafür aufgewendet werden müssen. „Dies ist allein Sache der Hundehalter“, hieß es im Antrag. Sie sollten zum Mitführen eines Hundekotbeutels verpflichtet werden. Verstöße sollten als Ordnungswidrigkeit behandelt und mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden können.
Antrag hat überregional für Aufsehen gesorgt
Der Antrag auf eine Kotbeutelpflicht in Celle hatte über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen gesorgt. Unter anderem hatte der NDR über das Vorhaben berichtet und mit anderen Regelungen beispielsweise in Nordrhein-Westfalen verglichen. Ob der Antrag in Celle erneut auf den Tisch kommt, ist unklar. Nach der Kommunalwahl hat die FDP im Stadtrat nur noch einen Sitz statt bisher drei.














