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Nur Restallee auf Allerinsel bleibt erhalten


Dr. Udo Hörstmann und Stadtbaurätin Elena Kuhls Fotos: Peter Müller

CELLE. „Lindenallee bleibt erhalten“ – unter diesem Titel verkündete die #Stadtverwaltung vor einigen Tagen, man habe eine gemeinsame Lösung bezüglich der #Lindenallee auf der #Allerinsel gefunden. (CH berichtete). Beteiligt waren allerdings nur die Schützen und die Verwaltung, die Politik blieb außen vor. Und erhalten bleibt die Allee keineswegs, es handelt sich lediglich um eine Restallee, denn 10 von 16 Bäumen werden laut Skizze gefällt.


Die Stadt avisiert, als Ausgleich neue beidseitige Baumreihen als Zuwegung zur Theo-Wilkens-Halle zu schaffen. Dafür entfallen 10 Parkplätze. Ging es in den vergangenen Ausschuss- und Ratssitzungen um die Planung der Allerinsel-Gestaltung, dann war es Dr. Udo Hörstmann von den „#Unabhängigen“, der sich beharrlich für Parkplätze stark machte.


„Wir hatten dort 2.400 Parkplätze, nun reduziert es sich auf 700“, sagt er. Nach wie vor liegen ihm und seinen Parteikollegen die Abstellmöglichkeiten für Fahrzeuge, mit denen Arbeitnehmer und Besucher anreisen, am Herzen. Keineswegs sollten dafür jedoch Bäume geopfert werden, betont der Fraktionsvorsitzende, das habe er nie intendiert. Der Klimaschutz sei nun einmal stark in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, weil „wir alle erkannt haben, dass ein ‚weiter so‘ differenzierter betrachtet werden muss.“ Hörstmann begrüßt die jüngsten Ankündigungen der Stadtbaurätin Elena Kuhls, wonach der Baumbestand in zukünftige Bebauungspläne mehr einfließen müsse. Das Richtfest der Theo-Wilkens-Halle nutzte er, um das persönliche Gespräch mit der Dezernatsleiterin zu suchen.

Und so hat die „Unabhängigen-Fraktion“ am 13. November einen Antrag eingebracht, der Rat möge in seiner Dezembersitzung beschließen, die Planung für den nördlichen Teil der Allerinsel so zu überarbeiten, dass die Bebauung erst im Anschluss an den Baumbestand östlich der Theo-Wilkens-Halle beginne. Als Begründung führt sie an: Die Linden an der Hafenstraße bilden ein Ensemble, das nicht auseinandergerissen werden dürfe. Zudem benötigten die Linden mehr Lebensraum, entsprechende Maßnahmen erforderten Platz. Um 30 Meter solle die Grenze für die Bebauung nach Osten verschoben werden.


Der Antrag fällt in die Phase der Bauleitplanung für den #Schützenplatz, diese ist noch nicht abgeschlossen, derzeit existiert nur ein Flächennutzungsplan. Über den Bebauungsplan, der entwickelt wird, muss der Rat der Stadt Celle beschließen. Erst dann erhält er Gültigkeit. Den Weg dorthin begleitet eine Cellerin mit kritischem Auge. Die eine Lösung verkündende Pressemitteilung nahm sie unter Nutzung des entsprechenden Paragraphen im Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz zum Anlass, sich über den Umgang mit dem laufenden Bauleitplanverfahren zu beschweren. „Es ist ungewöhnlich, dass der Hauptverwaltungsbeamte nicht mit den Ratsvertretern an Lösungen zum Erhalt der Allee arbeitet, sondern mit den Celler Schützen spricht. Diese verfügen über keine Entscheidungsgewalt in der Stadt Celle“, schreibt die Cellerin. Gleichzeitig zeigt sie auf, wie die Lindenallee durch eine Anpassung der Grenzlinien gerettet werden könnte, unterstützt also indirekt die Argumentation der „Unabhängigen“, ohne diese zu kennen.


Sowohl mit dem Antrag der „Unabhängigen“ als auch mit der Beschwerde aus den Reihen der Stadtgesellschaft muss sich das Neue Rathaus auseinandersetzen, beides muss beantwortet werden.



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