Info-Veranstaltung mit Gerd Wiegel (DGB): AfD – Feind der Beschäftigten
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CELLE. Die AfD stellt sich gerne als Partei der „kleinen Leute“ oder als „Arbeiterpartei“ dar – mit Erfolg: Sie wird häufig von Menschen aus unteren und mittleren Einkommensschichten gewählt. Gleichzeitig läuft ihre Politik jedoch oft den ökonomischen Interessen genau dieser Gruppen zuwider.
Warum sie dennoch gewählt wird, ist Thema einer Veranstaltung mit Gerd Wiegel, Leiter des Referats für Demokratie-, Migrations- und Antirassismuspolitik beim Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 25.03.2026, um 18:00 Uhr in der Kunst & Bühne, Nordwall 46 in Celle, statt.
Gegen höhere Löhne:
Inhaltlich richtet sich die Kritik vor allem gegen zentrale wirtschafts- und sozialpolitische Positionen der Partei. So stimmte die AfD gegen die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro, lehnt Tariftreuegesetze ab und setzt sich dafür ein, dass weniger Beschäftigte von Tarifverträgen profitieren.
Steuerpolitik für Reiche:
Auch in der Steuerpolitik verfolgt sie Pläne, die vor allem Spitzenverdienerinnen und Spitzenverdienern sowie großen Unternehmen zugutekommen sollen. Gleichzeitig könnten dadurch wichtige staatliche Einnahmen fehlen, etwa für Bildung, Kinderbetreuung oder soziale Sicherungssysteme.
Gewerkschaftsfeindlich:
Darüber hinaus wird der Partei eine gewerkschaftsfeindliche Haltung zugeschrieben. Sie will Gewerkschaften aus Betrieben zurückdrängen, das Streikrecht einschränken und die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen abschaffen. Dies könnte die Position von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern schwächen und sich negativ auf Arbeitsbedingungen auswirken.
Sozialabbau statt Solidarität:
Auch im Bereich der Sozialpolitik werden weitreichende Einschnitte befürchtet. Geplante Kürzungen im Sozialstaat würden insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen betreffen.
Wirtschaftspolitischer Kahlschlag:
Hinzu kommen wirtschaftspolitische Vorschläge, die als riskant gelten: Ein möglicher Austritt aus dem Euro könnte deutsche Exportgüter deutlich verteuern, während eine stärkere Rückkehr zu Kohle- und Atomenergie steigende Strompreise zur Folge haben könnte. Beides würde insbesondere exportorientierte Branchen belasten und Arbeitsplätze gefährden.
Vor diesem Hintergrund soll die Veranstaltung dazu beitragen, die wirtschafts- und sozialpolitischen Positionen der AfD kritisch zu beleuchten und zur Diskussion zu stellen.
Text: DGB














