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Fachtagung Neue Rechte und Naturschutz: Zwischen Vielfalt und Vereinnahmung

  • Extern
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Gemälde Wald
Foto: SnG/NNA

CELLE. Der Naturschutz in Deutschland blickt auf eine bewegte Geschichte zurück – doch wie viel „rechts“ steckt heute in ökologischen Debatten?


Vom 17. bis 18. April 2026 laden die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten (SnG) und die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) zu einer wegweisenden Fachtagung nach Celle ein. Unter dem Titel „Naturschutz und die Neue Rechte“ diskutieren Experten über historische Verstrickungen und aktuelle Strategien der Vereinnahmung.


In den letzten Jahren besetzt die „Neue Rechte“ verstärkt Themen wie Heimat und Umweltschutz, um nationalistische Ideologien in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. „Begriffe wie ‚Heimatschutz‘ werden oft als Deckmantel genutzt, um Natur als exklusiven Lebensraum eines Volkes zu idealisieren“, erläutert Dr. Eick von Ruschkowski, Direktor der NNA. Vielen Akteuren im Naturschutz sind diese Strategien und die historische Belastung des Fachgebiets – insbesondere die engen Verknüpfungen während der NS-Zeit – oft nicht im Detail bekannt.


Prävention und Intervention im Fokus

Die Tagung bildet den Auftakt eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekts. Ziel ist es, Akteure im Naturschutz für rechtsextreme Narrative zu sensibilisieren und konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen.


Das Programm am 17. April bietet hochkarätige Vorträge:

• Prof. Dr. Wolfgang Schroeder (Uni Kassel) spricht über Reaktionsstrategien gegen neurechte Interventionen.

• Andrea Röpke, bekannte Journalistin und Expertin für Rechtsextremismus, beleuchtet Schnittstellen im ökologischen Spektrum.

• Weitere Beiträge befassen sich mit der Rolle von Hermann Löns, Alfred Toepfer und völkischen Siedlungsideen.


Praxisnahe Workshops und Austausch

Am zweiten Veranstaltungstag (18. April) stehen sieben Themenworkshops im Mittelpunkt. Hier erarbeiten die Teilnehmenden praktische Lösungen: vom Schutz gegen digitale Gewalt (HateAid gGmbH) über Argumentationshilfen für die Verwaltung bis hin zum Umgang mit rechten Narrativen in der Umweltbildung.


Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Naturschutz, Verwaltung, Bildung und Politik sowie an die interessierte Öffentlichkeit.


Eckdaten der Veranstaltung:

• Datum: 17. – 18. April 2026, Anmeldefrist 31.03.2026

• Ort: Celle • Veranstalter: Stiftung niedersächsische Gedenkstätten (SnG) & Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA)



Text: SnG/NNA

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