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Bergen startet Elternbefragung zur Grundschulstruktur in Diesten, Eversen, Hassel und Sülze





BERGEN. Auf Beschluss des Verwaltungsausschusses der Stadt Bergen startet die Stadtverwaltung eine Elternbefragung zur Grundschulstruktur in Diesten, Eversen, Hassel und Sülze. Hintergrund der Befragung ist die derzeitige Schulsituation in den Berger Ortschaften Sülze und Eversen. Dort werden die Dahlhof-Schule in Sülze mit derzeit 65 Schülern und die Grundschule in Eversen mit derzeit 57 Schülern vorgehalten. Die zuletzt erhobene Schülerzahlentwicklung zeige für die Grundschule Eversen einen starken Einbruch der Schulanfänger in den Jahren 2024 und 2025 mit jeweils nur vier ABC-Schützen statt bisher durchschnittlich 11-15 Kindern.

„Diese Zahlen und der bauliche Zustand des Schulgebäudes in Eversen erfordern zwingend eine politische Entscheidung zur zukünftigen Entwicklung der Grundschulstruktur in Bergen“, sagt Karen Schedermann, zuständige Fachdienstleiterin für die Schulverwaltung der Stadt Bergen. Mit der anonymisierten Elternbefragung soll ermittelt werden, welche Möglichkeiten des Schulbesuchs sich Eltern in verschiedenen Szenarien einer Grundschulstruktur für ihre Kinder wünschen. Es wird auch eine Abfrage durchgeführt, wie wichtig den Eltern die Themen Ausstattung der Schule, baulicher Zustand, Ganztagsangebot und Schulweg bei einer Schulwahl wären. Das Ergebnis der Elternbefragung wird in der nächsten Schulausschusssitzung veröffentlicht und findet Berücksichtigung in den politischen Beratungen.


„Natürlich weckt so eine Befragung bei den betroffenen Familien Sorgen und Ängste vor Schulschließungen“, führt Schledermann aus, „Tatsächlich ist die Befragung aber eine Chance für die Eltern, sich aktiv in die Planung für eine zukunftssichere Aufstellung der Grundschulen in Bergen einzubringen. Schließlich geht es darum eine faktenbasierte Entscheidungsgrundlage für die Politik zu schaffen. Es geht um eine verlässliche Prüfung, ob die beiden Schulen in eine neue, den vielfältigen Bedürfnissen entsprechende Schule mit einem pädagogischen Konzept, das von beiden Schulteams zusammen erarbeitet werden kann, aufgehen können.“ Die Fragebögen richten sich an die Eltern der Erst- bis Drittklässler, sowie aller bis 2022 geborenen zukünftigen Schulanfänger der beiden Schulbezirke Eversen und Sülze. Die Stadt Bergen bittet um eine möglichst hohe Beteiligung.

Im Vorfeld der Elternbefragung gab es von der Elternschaft der Grundschule Eversen und dem Ortsbürgermeister Björn Frieling den Hinweis an die Öffentlichkeit, dass die Ersparnis bei einer Schließung der Grundschule Eversen lediglich bei 12.000 bis 15.000 Euro liegen würde. „Dabei handelt es sich in etwa um die Höhe der bisherigen jährlichen Betriebskosten für Heizung und Strom, Versicherungen, Beförderungskosten zur Sporthalle, Reinigung und anderer Aufwandspositionen“, sagt Bergens Kämmerer Frank Juchert. „Nicht erwähnt wurden die dringendst anstehenden baulichen Ertüchtigungsmaßnahmen in Höhe von mindestens 50.000€, um den Weiterbetrieb der Grundschule Eversen aufrechtzuerhalten, sowie nachfolgend dringende grundlegende Sanierungsarbeiten an der Elektrik, am Giebel, bei Türen und Fenstern und den Sanitäranlagen, für die derzeit geschätzte Kosten von 112.000€ im Raum stehen. Erfahrungsgemäß steigen die Baukosten aber auch weiterhin stetig an. Zudem steht in den Schulen ein Servertausch an, um denreibungslosen Betrieb aufrechterhalten zu können. Bei Weiterbetrieb von zwei kleinen Grundschulen entstehen so Kosten in Höhe von etwa 30.600 €, die bei einer Zusammenlegung entsprechend halbiert werden könnten.“



https://www.celleheute.de/post/everser-eltern-stehen-geschlossen-hinter-ihrer-grundschule


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