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Zwischen Baustelle und Eröffnung: So weit ist das Café an der Speicherstraße

 Osman Berse und Marie-Louise Haacke stehen auf der Treppe
Freuen sich, wenn endlich alles fertig ist: Osman Berse und Marie-Louise Haacke. (Fotos: Audrey-Lynn Struck)

CELLE. Noch steht ein großer Kran in der Speicherstraße, ein hohes Gerüst umrahmt weite Teile des Gebäudes, auf der Baustelle herrscht geschäftiges Treiben. Doch das Neubauprojekt der Unternehmer Marie-Louise Haacke und Osman Berse befindet sich auf der Zielgeraden. Die Wohnungen sind ab dem 1. Juni bezugsfertig, das Herzstück – das Café „Speicher“ – soll nun im Sommer eröffnen.


Café „Speicher“ öffnet im Sommer


Eigentlich sollte das „Café, Restaurant, Bar“, wie Marie-Louise Haacke es nennt, bereits im Frühjahr dieses Jahres eröffnen. Doch das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. „Durch den harten Winter konnten wir lange von außen nicht weiter machen. Aber wir sind so gut wie durch, innen drin ist es nahezu fertig“, sagt Bauherrin Marie-Louise Haacke.



Sechs Wohnungen über dem Café


Die sechs Wohnungen, von denen bereits einige vermietet sind, sollen als erstes fertig werden. Zuvor werden noch Böden, Küchen und Sanitäranlagen fertiggestellt. Jedes Badezimmer in den 80 bis 90 Quadratmeter großen Wohnungen ist anders gefliest – mit quadratischen, farbigen Fliesen im Retro-Stil. „Das ist kein 08/15 Bau“, betont Marie-Louise Haacke.


„Das ist kein 08/15 Bau.“

„Wir bauen nicht so, weil es der Trend ist, sondern weil es bleibt. Es geht um Sinnhaftigkeit.“ Das Gebäude ist komplett ökologisch nachhaltig gebaut, größtenteils mit Holz und ohne chemische Zusätze. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus nebenan wird ebenfalls zu zwei Wohnungen umgebaut.



Speisekarte steht fest


Zeitgleich bekommt das Café den letzten Schliff. Die Einrichtung steht fest, die Speisekarte ebenfalls. Ein Tresen im Eingangsbereich ist für den schnellen Kaffee-To-Go gedacht. Die Betondecke bleibt sichtbar, Farbakzente lockern später die dominierenden Braun- und Grautöne auf. Der Bestuhlungsplan ist flexibel gehalten – Tische und Stühle lassen sich für Veranstaltungen wie Konzerte beiseite räumen.


„Es geht nicht um Highend, sondern dass es lecker schmeckt.“

Geplant ist eine Speisekarte mit regionalen Produkten, Brot und Käse aus der Umgebung sowie ausgewählten Weinen. Einige Produkte sollen im Haus selbst hergestellt werden. „Es geht nicht um Highend, sondern dass es lecker schmeckt. Wir wollen ein gewisses Lebensgefühl transportieren“, sagt Marie-Louise Haacke. Beim Mittagstisch kann täglich zwischen einem vegetarischen und einem Fleischgericht gewählt werden, wöchentlich wird eine andere Suppe angeboten.



Antipasti, Wein und Musik am Wochenende


Ergänzt wird die Karte durch Salate, Antipasti, Focaccia und Quiche. Am Wochenende soll das „Speicher“ auch abends geöffnet sein. Der Name ist dabei bewusst gewählt – nicht nur, weil das Gebäude auf dem ehemaligen Speichergelände steht. „Das Café heißt Speicher, weil es zum Verweilen einlädt und man hier Kraft tankt“, sagt Marie-Louise Haacke.

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