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Woche der pflegenden Angehörigen: Philippi sichert Unterstützung zu

vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit
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Symbolbild: Archiv

CELLE/HANNOVER. Zum zweiten Mal findet in Niedersachsen die „Woche der pflegenden Angehörigen“ statt. Unter dem Motto „Wer pflegt dich?“ soll auf die großen Herausforderungen von Menschen, die in ihren eigenen vier Wänden gepflegt werden, aufmerksam gemacht werden. Denn rund 85 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Niedersachsen werden zu Hause gepflegt, meist durch Angehörige. Oftmals sind es Frauen, die dafür ihre Berufstätigkeit einschränken oder aufgeben und in der Folge von Altersarmut bedroht sind. Pflegende Angehörige investieren ehrenamtlich Zeit und Kraft, aber ihr Engagement bleibt oft ohne gesellschaftliche Anerkennung.

 

Vor diesem Hintergrund appelliert Niedersachsens Sozialminister Dr. Andreas Philippi an die Bundesregierung, bei den anstehenden Pflegereformen stärker die Interessen von pflegenden Angehörigen in den Blick zu nehmen. Bei einer gestrigen Auftaktveranstaltung zur Woche der Pflegebedürftigen in Hannover betonte der Minister: „Das Land Niedersachsen setzt sich seit Beginn der Beratungen und auch weiterhin für eine zukunftsfähige, aber auch sozial gerechte Ausgestaltung der Pflegereform ein.“ Das Land stehe an der Seite der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen, versprach Philippi und erinnerte an die vielfältigen Initiativen auf Landesebene: „Der mit unseren Partnerinnen und Partnern beschlossene 10-Punkte-Plan der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni) sieht ausdrücklich die Unterstützung pflegender Angehöriger als ein Schwerpunktthema vor.“

 

Niedersachsen setzt dabei unter anderem auf den Ausbau der Kurzzeitpflege, um Angehörige in Krisenzeiten zu entlasten. Gemeinsam mit den Pflegekassen stellt das Land Fördermittel bereit, um neue Strukturen in Quartieren und Kommunen zu entwickeln, zwei erste Gemeinsame Modellvorhaben sind bereits am 1. September in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim gestartet. Darüber hinaus hat Niedersachsen die Angebote zur Unterstützung im Alltag (AZUA) gestärkt.

 

Sozialminister Dr. Andreas Philippi versprach: „Liebe pflegende An- und Zugehörige, Sie sind die stillen Stützen unseres Sozialsystems und zugleich eine der am wenigsten wahrgenommenen Gruppen in unserer Gesellschaft. Die jährliche Woche der pflegenden Angehörigen ist hier ein starkes Signal. Als Sozialminister sage ich Ihnen: Sie werden gesehen und Sie werden gehört.“



Text: Ministerium

 

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