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Warnung vor Rechtsextremismus bei Kundgebung in Hermannsburg


HERMANNSBURG. Über 100 Demonstranten hatten sich heute um 18 Uhr an der zentralen Kreuzung in Hermannsburgs Mitte versammelt um ein Zeichen zu setzen gegen die so genannten Spaziergänge, die seit vergangener Woche auch in der Gemeinde Südheide stattfinden. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch in Hermannsburg Querdenker auftauchen würden“, sagte Wilfried Manneke in seiner Ansprache, nachdem Johanna Ottermann die TeilnehmerInnen begrüßt hatte.


„Vergangenen Montag war es dann soweit; ca. 30 ‚Querdenker‘ spazierten durch Hermannsburg, berichtete der Pastor i.R.. Die Tatsache, dass der „bekannte Rechtsradikale Dennis Bührig bei Spaziergängen in Celle schon drei Mal“ dabei gewesen sei, lasse aufhorchen. „An fast jedem Ort in Deutschland unterwandern Rechte die Protestbewegung. Auffällig ist, dass sich die Bewegung nicht dagegen wehrt“, so Manneke weiter.


Auf den selbst gemachten Plakaten wurde das Thema Rechtsextremismus ebenfalls aufgegriffen – neben dem Thema Impfen. „Geimpft für dich und mich“, „Ich bin freiwillig geimpft weil in unserer Demokratie Freiheit herrscht“ hieß es auf dem Pappschildern. Eine Demonstrantin bekräftigt die Überzeugung, dass nur Impfen den Weg aus der Pandemie mit sich bringe. Angesprochen auf mögliche Nebenwirkungen sagt sie: „Wer Zweifel hat, soll sich beim Arzt informieren, aber sich nicht vor den Karren von Rechten spannen lassen.“ Die Kundgebung wurde laut Veranstalterangaben getragen von einer Allianz Hermannsburger Bürgerinnen und Bürgern, die "kein Verständnis hat für das unsolidarische Verhalten der Corona-Protestbewegung".


Nach den Ansprachen verteilten sich die Demonstrierenden in Begleitung der Polizei in drei Richtungen. „Spaziergängern“ begegneten sie jedoch nicht. Die hatten kurzfristig einen Ortswechsel angesetzt und gingen in Bergen spazieren.


Im Bereich des Rathauses habe man gegen halb sieben noch eine Personengruppe festgestellt, die man dem Spaziergänger-Umfeld zurechne, heißt es von Seiten der Polizei Bergen. Die Rede ist von zwölf Personen. Generell könne man bei Spaziergängen Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstellen, da diese als politische Kundgebung anzusehen seien und somit angemeldet werden müssten, so die Polizei Bergen.



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