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Verhindert 'Allerland' neue Jugendherberge? DJH hofft auf Politik


Foto: Peter Müller



CELLE. Seit 2018 hat Celle keine #Jugendherberge mehr. Bisher hat die Stadt den schwarzen Peter für dieses Manko dem Jugendherbergswerk (DJH) zugeschoben. Kein Interesse, übertriebene Forderungen an die Stadt, eine entscheidungsschwache DJH-Führung, so der städtische Zungenschlag. Jetzt hat sich der Landesverband Hannover des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) gemeldet.


In einem Schreiben an die Fraktionen im Stadtrat der Vorsitzende des DJH, Peter Peschel, um Unterstützung aus der Politik, um trotz der Umstände einen Neubau einer Jugendherberge in Celle zu ermöglichen. Doch auf den Rat, der bisher tatenlos zusah, kann er weiterhin nicht bauen. Allein die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen reagiert offiziell.


Dem DJH war nach der Schließung der Jugendherberge an der Petersburgstraße aufgrund von Brandschutzgründen ein Grundstück auf der #Allerinsel angeboten worden, das der städtischen Tochter #allerland gehört. Aufgrund der Innenstadtnähe optimal, aber nach Meinung des DJH auch teuer und vom Raumkonzept schwierig. „Wir wollten über die Umsetzung unseres Raumprogramms und über Einsparungsmöglichkeiten sprechen“, wird der Vorsitzende des DJH-Landesverbandes Hannover e.V., Peter Peschel im Brief zitiert. Doch statt konstruktiv gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wurde der Verband mit Hinweisen auf aktuelle Preisentwicklungen und unausweichliche Verteuerungen abgespeist.


DJH: „Eine Antwort des Oberbürgermeisters steht noch aus“

Im Oktober vergangenen Jahres wandte sich Peschel dann direkt an das Stadtoberhaupt. „Eine persönliche Antwort des Oberbürgermeisters steht bis heute leider noch aus“, so Peschel. Stattdessen ließ das Rathaus verbreiten, das Jugendherbergswerk habe ein Grundstück quasi zum Nulltarif haben wollen. Letztendlich sei man sich aufgrund der Erwartungen des DJH nicht handelseinig geworden. Stand heute wird es anstelle der Jugendherberge Büroräume auf der Allerinsel geben.


Ortsbürgermeistern und Stadt versuchten, CH-Berichte als "Fakenews" darzustellen

„Hätte die Stadt nicht Brücken bauen können, um die Jugendherberge am Standort Celle zu halten?“, fragt Karin Abenhausen, Ortsbürgermeisterin und grünes Mitglied des Bauauschusses. Eine Frage, die sie bei einem seinerzeit exklusiven Ortstermin mit der Celleschen Zeitung hätte stellen können, wo der OB anwesend war - aber dort wetterte sie lediglich gegen die Anwohner im Klein Hehlener Kieferngrund wegen sogenannter "Schottergärten". Nach unserer Berichterstattung darüber unterstellte sie CELLEHEUTE öffentlich Falschdarstellung und blieb Belege bis heute schuldig. Auch die Stadt versuchte, unseren Folgebericht als unwahr darzustellen, was ebenfalls misslang.


"Allerland plant Billighotel und drückt Jugendherberge vom Markt"

Jetzt die Kehrtwende bei der grünen Ortsbürgermeisterin: „Es hat schon ein Geschmäckle, wenn die allerland ein Billighotel am Neumarkt plant und eine konkurrierende Jugendherberge in unmittelbarer Nähe über den Preis vom Markt drückt. Und das offensichtlich mit ausdrücklicher Duldung des Oberbürgermeisters.“


Die Grünen hätten sich nach eigenen Angaben die aktive Mitarbeit der Stadt an einer Lösung gewünscht: "Gerade unsere Innenstadt kann eine Belebung mit jungen Gästen vertragen.“


Immerhin habe sich Stadtbaurätin Elena Kuhls mit dem DJH im September erneut in Verbindung gesetzt. Peter Peschel betont, dass der Landesverband weiterhin entschlossen sei, in Celle eine neue Jugendherberge zu errichten. Er erwartet aber „aufgrund der unbefriedigenden Gesamtsituation jetzt eine deutlich positivere Position der Stadt Celle“, zumal ein Neubau vier bis fünf Jahre in Anspruch nehme.


Für die Grünen ist es auch vorstellbar, über Bestandsimmobilien und deren Ausbau nachzudenken. An anderen Stellen wie im Blumläger Feld werden so schöne alte Gebäude gerade vor dem Abriss bewahrt.

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