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Vereinte Hölty-Theater-AG zeigt „Der Besuch der alten Dame“


CELLE/HAMBÜHREN. Im Rahmen der BNE-Projekttage am Hölty-Gymnasium arbeiteten zum ersten Mal Schauspielerinnen und Schauspieler aus beiden Standorten in Celle und Hambühren in der Theater-AG zusammen, um gemeinsam eine verkürzte Fassung von Friedrichs Dürrenmatts tragischer Komödie „Der Besuch der alten Dame“ vorzubereiten und aufzuführen.


Unter der Leitung der Lehrkräfte Daniela Bunkenburg und Bernadette Heghi studierten die Schülerinnen und Schüler das Stück ein und brachten es schließlich am Montagabend, den 3. Juli, im Theaterraum zur Aufführung.


In Dürrenmatts Bühnenstück wird die Geschichte Claire Zachanassians, gespielt von Anna Angold aus Jahrgang 12, erzählt, die nach einer langen Zeit in ihre verarmte Heimatstadt Güllen zurückkehrt, um sich an ihrem ehemaligen Geliebten Alfred Ill, gespielt von Denis Buss aus dem 11. Jahrgang, zu rächen. Dieser hatte in der Vergangenheit die Vaterschaft ihres ungeborenen Kindes geleugnet und konnte seine Lüge durch Korruption am Gericht durchsetzen. Am Ende des Stückes gelang es der Milliardärin schließlich, ihren Plan in die Realität umzusetzen, indem sie ein Kopfgeld in Höhe von einer Milliarde auf Ill setzte, dem sich die Güllener Bürger nicht entziehen konnten.


So wurde Alfred Ill schließlich ermordet.

Durch das gesamte Stück hinweg waren die Leidenschaft sowie Empathie der Beteiligten erkennbar. Anna Angold als Claire Zachanassian gelang es mit ihrer Sprechweise und Körpersprache überzeugend, die Rachsucht der Zachanassian aufzuzeigen. Denis Buss hingegen verkörperte die Verzweiflung und Verwirrung Alfred Ills, der sich resigniert eingestehen musste, dass sich Familie, Bekannte und letztlich die Güllener Gemeinde wegen des Kopfgeldes gegen ihn gestellt haben.


Aber neben Zachanassians temperamentvollem Auftreten und Ills verzweifelten Appellen hatten auch die Nebencharaktere einen großen Anteil daran, die besondere Aufregung des Stückes darzubringen. So hantierten sowohl der Polizist, gespielt von Theo Zierenberg (Jahrgang 10), als auch der Pfarrer, dargestellt von Phillip-Luca Pokorra, verdächtig mit ihren Waffen, sobald Ill zu ihnen trat. Einen starken Auftritt als Lehrer hatte der ehemalige Höltyaner Simon Laukart, der die Theater-AG in diesem Jahr unterstützte. Er verkörperte im Stück die Menschlichkeit, die aber scheiterte. Der Lehrer wurde am Ende ebenso zum Mörder. Auch die Inszenierung von Mimik, Gestik, Sprache und Bewegung durch die Nachwuchsschauspielerinnen und -schauspieler war ausdrucksstark.


Monotones Wiederholen von Sätzen oder das ständige Umkreisen Alfred Ills durch die Güllener Bürger trugen so zur intendierten Beklemmung bei. Dieses hingebungsvolle Schauspiel der Theater-AG belohnte das Publikum am Ende der Aufführung mit großem Applaus.



Text & Foto: Ilayda Körmü

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