Unser Aller Tram – Eine partyzipative Idee für eine bürgernahe Mobilitätswende in Celle

CELLE. Nicht ohne Stolz hört parCelle von Gedanken des Oberbürgermeisters zu einer Reaktivierung der Tram in Celle. Seit mehreren Jahren teilt parCelle diese Idee mit Parteien und auch auf dem Celler Klimatag, eine moderne und zukunftsfähige ÖPNV-Struktur mit einer Tram ohne Gleisbett aufzubauen, die einen gut getakteten umfassend barrierefreien Linienverkehr in Celles Stadtzentrum ermöglicht.
Hersteller von etablierten sogenannten Routenzügen zur Beschickung von Produktionslinien z.B. bei VW oder Mercedes entwickeln seit einigen Jahren sogenannte „people mover.“ Ein Schienenbett muss nicht verlegt werden. Eines Tages werde solche Zuggarnituren sogar autonom den Dienst versehen können. Und egal wo die Tram auch halten soll, sie geht in die Knie und erlaubt barrierefreien Zugang mit Kinderwagen, Rollator, Shopper oder Gehhilfe. Andreas Lechner, Projektleiter bei Changing Cities e.V. für die parCelleInitiative, ist dazu mit einem Hersteller bereits seit 2023 im Austausch.
Schon vor längerer Zeit hatte er die Idee u.a. den Stadtratsfraktionen der CDU und der Grünen vorgestellt. Die Geschäftsführung der Cebus kennt ebenfalls die Lösungsansätze. „Schon viele Menschen konnte ich von dem Gedanken begeistern, mit einem deutlich kompakteren Fahrzeug als einem Gelenkbus bis zu 60 Personen befördern zu können. Ganz ohne Gleiskörper bewegt sich ein solcher „City Train“ in etwa wie der Müller City Express, der Touristen durch unser schönes Celle führt. Ideal lässt sich das 25 km/h schnelle Gefährt mit Fahrradstraßen kombinieren. Es müsste nur „Aller Tram frei“ ergänzt werden.“
„Doch damit ist noch lange nicht Schluss“, begeistert sich Lechner. „Nach Personenstoßzeiten zu Schul- und Arbeitsbeginn lassen sich die Zugfahrzeuge mit Modulen für Warentransport bestücken. Handel in der Altstadt könnte aus einem Logistik-Depot in der Rathsmühle oder dem Karstadt-Ensamble inkl. Tunnelverbindung zum Südwall beschickt werden. Lokale Verbraucher könnten über weitere Mikrodepots für die Unterverteilung in den Stadtteilen ihre Waren erhalten. Altkleider Sammel-Rollcontainer können aus Stadtteildepots eingesammelt und zur lokalen Vorsortierung z.B. zu Lobetal oder Lebenshilfe gefahrenwerden. Vorbild könnten hier die Wirtschaftsbetriebe Duisburg sein, die gerade ihr innovatives Konzept auf mehrere Mikrodepots mit buchbaren Schließfächern ausweiten.“
Es bleibt zu hoffen, dass sich demokratische Mehrheiten finden, die für einen nachhaltigen und
zukunftsfähige Logistiklösung für Menschen und Waren in und um Celle die Köpfe zusammenstecken.
Gerne bringt sich parCelle mit Changing Cities ein oder vermittelt Kontakte.
Denn gemeinsam einfach machen bringt uns nach vorne!
Text: parCelle – gemeinsam einfach machen














