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Umgestaltung statt Abriss: Ideenwettbewerb zum Karstadt-Gebäude


CELLE. Eine Stadtgärtnerei, ein Co-Working Space, ein Haus der Musik oder ein Datenzentrum: Die Ideen für das leerstehende Karstadt-Gebäude mitten in der Celler Altstadt sind vielfältig. Insgesamt 96 Entwürfe aus Deutschland, aber auch der Schweiz und Österreich wurden beim Ideenwettbewerb eingereicht, die Sieger am vergangenen Donnerstag prämiert. Hier geht's zum Artikel mit den Preisträgern. Nur eine Idee ist nicht dabei: Abriss. "Ein Abriss wäre allein aus ökologischer Sicht eine Vollkatastrophe. Außerdem wäre bei einem Abriss jahrelang Baustelle. Ein behutsamer Umbau ist besser", sagt Annika Wagener vom Bund Deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten (BDIA).


Celler fremdeln seit Jahrzehnten mit "grauem Klotz"


Mit ihrer Meinung ist sie nicht alleine. Der Großteil der Besucher der Preisverleihung hält nichts von einem Abriss. Dabei haben viele Celler ein ambivalentes Verhältnis zum Karstadt-Gebäude, können nicht so richtig viel mit dem "grauen Klotz" anfangen. Er stört, will nicht so ganz in das Gesamtbild der Fachwerkbauten passen. "Der Begriff 'grauer Klotz' geistert seit Jahren bei uns rum. Dabei schauen die wenigsten nach oben, die meisten wissen gar nicht, wie das Gebäude tatsächlich aussieht", sagt Susanne Witt, Architektin und Landesvorsitzende vom Bund Deutscher Baumeister (BDB).


Architektin Susanne Witt verkündet die Preisträger.
Architektin und BDB-Landesvorsitzende Susanne Witt verkündet die Preisträger.

Unter den anwesenden Architekten und Künstlern herrscht hingegen eine ganz andere Meinung zum Karstadt-Gebäude. Das Gebäude habe durch die Bauweise eine spannende Struktur, die Größe ermögliche viele Wege der Umgestaltung. "Man muss mit den Leuten in den Diskurs kommen über ein Gebäude, das Unverständnis in der Bevölkerung hervorruft", ist Susanne Witt überzeugt.


"Uns geht es darum überhaupt Ideen für die zunehmend immer häufiger leerstehenden Gebäude zu finden. Exemplarisch an Celle."

"Wir haben extra einen Ideenwettbewerb und nicht einen Architektenwettbewerb ausgelobt", erklärt die Architektin. Bei einem Architektenwettbewerb gäbe es grundsätzlich mehr Hürden für eine Teilnahme. "Uns geht es darum überhaupt Ideen für die zunehmend immer häufiger leerstehenden Gebäude zu finden. Exemplarisch an Celle." Ausrichter sind die drei Verbände Werkbund Nord, der Bund Deutscher Baumeister (BDB) und der Bund Deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten (BDIA), die sich unter dem Label Gemeinschaftswerk-Werkgemeinschaft zusammengefunden haben.





In einer Vorprüfung wurden die Einsendungen vorbewertet und anschließend der achtköpfigen Jury präsentiert, die nur einen Tag zum Entscheiden hatte. Während die Resonanz aus der Bevölkerung, den Medien – mehrere Fernsehbeiträge wurden zum Ideenwettbewerb gedreht – bisher weitestgehend sehr positiv war, blieb die Stadt Celle bisher ungewohnt verhalten zum Wettbewerb, schickte auch keinen Vertreter zur Preisverleihung.


"Wir wünschen uns wirklich, dass die Stadt offen auf uns zugeht und die Ausstellung besucht."

"Wir wünschen uns wirklich, dass die Stadt offen auf uns zugeht und die Ausstellung besucht. Wir können alle nur gewinnen, wenn wir uns für Ideen öffnen", wirbt die BDB-Landesvorsitzende Susanne Witt. Im Gegensatz zur Stadt Celle haben das viele andere Städte in Deutschland bereits getan. Das Interesse an dem Ideenwettbewerb ist groß, einige Städte haben bereits angemeldet, dass sie die Entwürfe gerne auch bei sich ausstellen würden. Jetzt müsste man nur noch Sponsoren finden, so Susanne Wit. Langfristig soll der "Ideenfundus", wie sie ihn gerne bezeichnet, als digitales Ideenbuch katalogisiert und ins Internet gestellt werden. Doch auch dafür werden noch Investoren gesucht.


Ausstellung mit Entwürfen bis zum 2. Juli


Fast zwei Wochen lang werden die Entwürfe im Laden Rundestraße 13/14 in der Innenstadt ausgestellt. Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 13 bis 16 Uhr, Samstag von 10 bis 16 Uhr. Der letzte Tag ist der 2. Juli.



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