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Temporeiche vier Minuten: Vitesse gewinnt Auftaktturnier der 2. Bundesliga



BIELEFELD/CELLE. Nach 2 Jahren Abstinenz durften die Jazz-, Modern- & Contemporary (kurz: JMC) Tänzer des VfL Westercelle endlich wieder auf die Fläche treten. Der Saisonstart gelang und die beiden Turnierformationen Dreamteam und Vitesse traten mit einem Silber- und einem Goldrang den Heimweg an.

Am Samstag machte sich die Bundesliga-Formation Vitesse auf den Weg nach Bielefeld zum Auftaktturnier der 2. Bundesliga Nord/Ost-West. Im Gepäck hatten sie das Stück "How it ends", die Fortsetzung der Turnierchoreografie von 2020. Choreografiert wurde das Stück von Andreas Schmidt, der die Formation ebenfalls trainiert und auch selber als Tänzer auf der Fläche stand. In dem Stück kämpfen die 12 Superhelden erneut in knallbunten Kostümen gegen ihren unsichtbaren Feind Mr. X. Unterstützt wurde Schmidt von Marc Bongardt, der langjährige Erfahrung als Trainer im JMC, als auch im Standard und Latein Tanz mitbrachte. Er spezialisierte sich vor allem auf die Bilder und Raumwege in dem Stück. Ebenfalls arbeitete er mit Schmidt an der Musik, hier entstanden temporeiche vier Minuten, in denen es kaum Zeit zum Verschnaufen gab. Da Schmidt selber als Tänzer auf der Fläche stand, übernahm Bongardt ebenfalls die Trainerfunktion am Turniertag selbst.

Das Los entschied und Vitesse eröffnete das Turnier als erste Formation. Keine leichte Aufgabe, doch Bongardt stimmte die Tänzer auch auf diese Situation perfekt ein und gab ihnen kurz vor dem Start letzte Tipps mit auf den Weg. Nachdem sie 2 Jahre ausschließlich online oder in der eigenen Halle trainiert hatten, war die Nervosität groß, wieder vor Publikum und auch vor den fünf Wertungsrichtern zu stehen. Doch mit einem sauberen Durchgang schafften sie es, die Wertungsrichter zu überzeugen. Der Turnierleiter machte es für Vitesse dann besonders spannend und wartete bis zum Schluss, um ihre Finalteilnahme zu verkünden. Um so größer war der Jubel. Nachdem sie die erste Runde eröffnen durften, sollten sie an diesem Tag nun auch die letzte Formation auf der Fläche sein. Vitesse schaffte es, nochmal eine Schippe draufzulegen und zeigte, was in Ihnen steckte. "Die Energie sprang förmlich über", so Bongardt und auch die Tänzer waren zufrieden mit ihrer Leistung. Es folgte der spannendste Teil des Abends, die offene Wertung. Die Wertungsrichter sahen sie klar vorne und so konnten sie sich den Tagessieg vor den Formationen "Release" aus Brühl und "Pirouette" aus Voerde sichern.

Am Sonntag folgte dann der Start in die Verbandsliga für das Dreamteam in Wolfenbüttel. Das Team wurde aufgrund von Corona leider sehr ausgedünnt, viele Tänzer haben während der Pandemie andere Hobbys verfolgt und sind bei Öffnung der Hallen nicht wieder zum Team dazugestoßen. Die verbleibenden Tänzer machten das Beste draus und trainierten um so fleißiger, um eine erfolgreiche Saison hinzulegen. Sie arbeiteten an dem Stück „The city that does not exist“, welches Andreas Schmidt 2020 ursprünglich für Vitesse choreografiert hatte. Es ist die Vorgeschichte zu dem diesjährigen Superhelden-Stück der Bundesliga-Formation. Das schwere Stück wurde musikalisch verändert und das Material auf die jungen Mädchen angepasst.


Die Arbeit und das Durchhaltevermögen der Tänzer hat sich gelohnt. Sie konnten sich durch eine Vorrunde sowie eine Zwischenrunde bis ins Finale der besten fünf Teams tanzen. Hier mobilisierten sie nochmal alle Kräfte und legten eine starke Runde hin. Dass sie zufrieden nach Hause fahren würden, war nach der Leistung bereits klar, doch das Ergebnis hat nochmal alle Erwartungen getoppt. Mit der Wertung 2-5-3-2-2 musste sie sich lediglich der Heimmannschaft aus Wolfenbüttel geschlagen geben und konnten sich als jüngste Mannschaft in diesem Feld die Silbermedaille sichern. Jetzt heißt es, nicht nachlassen und fleißig weiter trainieren. Die 2. Bundesliga trifft sich am 30. April in Dinslaken und das Dreamteam betritt am 08. Mai in Wolfenbüttel erneut die Fläche.







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