Sonnenschutzmittel: Mehrere Produkte mangelhaft


Den Sommer sicher genießen. UV-Schutz­mittel vor allem nach dem Baden erneut groß­zügig auftragen und erst dann zum Aufwärmen in die Sonne setzen. © Westend61 / hsimages

BERLIN. Auf drei von vier Naturkosmetika ist kein Verlass, auch ein Spray einer Drogeriemarke fällt durch. Die Produkte unterschreiten den versprochenen Lichtschutzfaktor teils deutlich. Die meisten getesteten Sonnencremes & Co. bieten aber zuverlässigen UV-Schutz – auch günstige. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest mit ihrer aktuellen Untersuchung von 20 Sonnenschutzmitteln u.a. von Nivea, Eucerin, Rossmann, Penny und Müller.


Geprüft wurden laut Mitteilung der Stiftung Warentest Cremes, Lotionen und Sprays mit hohem und sehr hohem Sonnenschutzfaktor (30, 50 und 50+). Ergebnis: 16 Produkte schützen zuverlässig vor UV-Licht, neun davon sind insgesamt sehr gut. Vier Mittel sind mangelhaft, denn sie halten den versprochenen UV-Schutz nicht ein. Darunter auch drei von vier zertifizierten Naturkosmetikprodukten im Test – sie unterschreiten den angegebenen Schutzfaktor 30 (UVB-Schutz) teils deutlich.


Zwei Produkte fallen durch kritische Stoffe auf: Eine Gel-Creme enthält den UV-Filter Homosalat. Er steht im Verdacht, das Hormonsystem zu beeinflussen. In einem Spray konnten vergleichsweise hohe Mengen Benzophenon nachgewiesen werden. In Sonnenschutzmittel gelangt es als Verunreinigung oder Abspaltprodukt des UV-Filters Octocrylen. Es besteht der Verdacht, dass Benzophenon die Entstehung von Krebs begünstigen könnte.


„Deshalb sollten octocrylenhaltige Produkte vorsichtshalber nur bis zum aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum verwenden werden. Denn Benzophenon bildet sich vor allem bei längerer Lagerung", so Lea Lukas von der Stiftung Warentest.


Der Test Sonnenschutzmittel erscheint am 24. Juni unter www.test.de/sonnenschutz.

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