Sonne, Stimmung, starke Beine – ein Laufwochenende voller Highlights
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- vor 7 Stunden
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HAMBURG. Hamburg zeigte sich von seiner allerbesten Seite: Strahlender Sonnenschein, frische Temperaturen zwischen sieben und elf Grad und kaum Wind – perfekte Bedingungen für ein Marathonfest der Extraklasse. Rund 46.000 Aktive verwandelten die Hansestadt in eine riesige Laufbühne, allein 20.000 von ihnen wagten sich an die legendären 42,195 Kilometer. Entlang von Elbe und Alster sorgten etwa 300.000 begeisterte Zuschauer für eine Kulisse, die ihresgleichen sucht. Jubel, Applaus und unzählige Zurufe trugen die Läuferinnen und Läufer förmlich durch die Straßen – ein Erlebnis, das viele am Ende nur mit einem Wort beschrieben: „einmalig“.
Mittendrin: Daniel Beer vom VfL Westercelle. Spontan, nur zwei Wochen vor dem Start, entschied er sich für die Teilnahme – ohne klassische Marathonvorbereitung, dafür mit solidem Trainingspensum von 30 bis 50 Wochenkilometern. Ein mutiger Schritt, der sich auszahlen sollte.
Der Lauf begann vielversprechend, doch wie so oft beim Marathon kam die Herausforderung auf den letzten Kilometern. Bei Kilometer 25 und erneut bei Kilometer 33 meldeten sich die Muskeln – ein deutliches Zeichen, dass die ganz langen Trainingsläufe gefehlt hatten. Doch Aufgeben war keine Option. Angetrieben von der unglaublichen Atmosphäre und dem unermüdlichen Support der Zuschauer kämpfte sich Daniel Kilometer für Kilometer weiter.
Und dann der Moment im Ziel: 3:23:06 Stunden – persönliche Bestzeit! Ein starkes Ergebnis in einem riesigen Starterfeld. Platz 2.302 insgesamt und Rang 348 in der Altersklasse M40 unter mehr als 20.000 Finishern sprechen eine klare Sprache.
Doch nicht nur in Hamburg gab es Grund zum Jubeln: Beim 19. Hämelerwald Volkslauf zeigte Janine Schroeder ebenfalls eine beeindruckende Leistung. Über die 5-Kilometer-Distanz stellte sie sich einem starken Teilnehmerfeld von 88 Läuferinnen und Läufern. Mutig ging sie das Rennen an und hielt zunächst das Tempo der Spitzengruppe. Nach drei Kilometern musste sie etwas Tempo herausnehmen, bewies jedoch kluge Renneinteilung und großen Kampfgeist.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Platz 18 gesamt, drittschnellste Frau und Siegerin ihrer Altersklasse – in starken 23:50 Minuten. Eine Leistung, die zeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Mit dem kontinuierlichen Bahntraining beim VfL Westercelle dürfte dies erst der Anfang einer vielversprechenden Entwicklung sein.
Ein Wochenende, zwei Läufe, viele Emotionen – und die Gewissheit: Der Laufsport lebt von Leidenschaft, Mut und dem Willen, über sich hinauszuwachsen.
Text: Frank Scheiger














