Solidarität mit Rojava: Celler Stadtrat setzt starkes Zeichen mit Resolution
- Stefan Kübler
- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

CELLE. Starkes Zeichen der Solidarität mit Rojava: Der Rat der Stadt Celle hat in seiner Sitzung am Donnerstag eine Resolution verabschiedet, in der Gewalt und Extremismus gegenüber der kurdischen Bevölkerung in der nordostsyrischen Selbstverwaltungsregion verurteilt werden. Mit dem Beschluss bekundet der Stadtrat Solidarität mit der Zivilbevölkerung und bekennt sich ausdrücklich zu den Menschenrechten.
Angriffe auf kurdische Bevölkerung
Den Antrag auf Verabschiedung der Resolution hatte Ratsfrau Behiye Uca von den Linken eingebracht. In einem offenen Brief hatte sie zuvor geschildert, dass die kurdische Zivilbevölkerung in Rojava aktuell Angriffen und massiver Gewalt ausgesetzt sei. „Berichte und Bildmaterial dokumentieren Vertreibungen, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, Plünderungen und die Beteiligung ehemaliger IS-Kämpfer an aktuellen Offensiven. Diese Entwicklungen dürfen nicht ignoriert werden“, schilderte sie.
„Wichtiges Signal: Ihr seid nicht vergessen!“
Der Bezug zu Celle bestehe darin, dass hier viele Menschen mit familiären Verbindungen in die betroffenen Gebiete lebten. „Für viele Menschen in Celle ist das kein fernes Geschehen, sondern Teil ihres eigenen Lebens“, sagte Behiye Uca am Donnerstag vor dem Rat der Stadt Celle zur aktuellen Situation in Rojava. „Dass wir heute hier gemeinsam stehen, gibt den Menschen draußen ein wichtiges Signal: Ihr seid nicht vergessen!“
Appell an den Zusammenhalt in Celle
In der Resolution setzt der Stadtrat ein Zeichen der Solidarität, verurteilt Gewalt und Extremismus, betont den Schutz von Frauen und Minderheiten, bekennt sich zu Menschenrechten und appelliert an den Zusammenhalt in Celle. „Der Rat verurteilt jede Form extremistischer, terroristischer oder völkerrechtswidriger Gewalt, unabhängig davon, von welchen Akteuren sie ausgeht“, heißt es in der nun beschlossenen Fassung. „Der Rat ruft alle Bürgerinnen und Bürger in Celle zu Besonnenheit, Dialog und gegenseitigem Respekt auf. Konflikte aus Krisenregionen dürfen nicht in unsere Stadt getragen werden.“
Die Verabschiedung der Resolution wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Nur aus den Reihen der AfD und der FDP gab es jeweils Nein-Stimmen und Enthaltungen.














