SeniorenUnion Celle besucht den Heidschnuckenhof Kuhlmann in Niederohe
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CELLE. Der jüngste Besuch bei Unternehmen der Region führte die SeniorenUnion Celle auf den Heidschnuckenhof Kuhlmann in Niederohe. Der Hof befindet sich nach Aussage von Herrn Kuhlmann seit über 1000 Jahren in Familienbesitz.
Der Heidschnuckenhof Kuhlmann ist nach eigenen Angaben über 1000 Jahre in Familienbesitz.
Es war ein wunderbares Anblick den Eintrieb von über 920 Heidschnucken zu erleben. Die Herde wurde auch begleitet von Ziegen. Die Ziegen halten die Herde zusammen und haben andere Fressgewohnheiten. Sie fressen gerne Büsche und junge Bäume und ergänzen dadurch die Landschaftspflege der Heidschnucken. Sie reagieren oft schneller auf mögliche Gefahren. Gemischte Herden aus Schafen und Ziegen gehören in vielen Heidegebieten zur traditionellen Wanderschäferei.
Herr Kuhlmann berichtete nach dem Eintrieb sehr anschaulich über die historische Entwicklung der Heidebauernwirtschaft, die über viele Jahrhunderte eine wichtige Lebens- und Wirtschaftsform in der norddeutschen Heidelandschaft war. Besonders in der Lüneburger Heide spielte die Haltung von Heidschnucken eine zentrale Rolle.
Die robusten Schafe waren hervorragend an die nährstoffarmen Heideflächen angepasst. Sie lieferten nicht nur Wolle und Fleisch, sondern dienten vor allem als wichtige Düngerlieferanten für die Landwirtschaft. Durch ihren Mist konnten die kargen Böden verbessert und landwirtschaftlich genutzt werden.
Auch wenn sich die Zahl der Heidschnucken in den letzten 100 Jahren drastisch reduziert hat,tragen die Heidschnucken bis heute durch das Beweiden der Heide zur Erhaltung der typischen Heidelandschaft bei und verhinderten eine Verbuschung der Flächen.
Eine große Gefahr für die Heidschnucken ist der Wolf. Sieben Wolfsrudel setzen der Hütung der Heidschnuckenherde sehr zu.
Im Anschluss an diesen geschichtlichen Exkurs über die Entwicklung der Heidebauernwirtschaft gab es Heidschnucken Bratwurst mit Salat und Brot, gegrillt von Frau Kuhlmann. Es war eine gelungene Veranstaltung.
Text: Hannelore Fudeus














