Raus aus den 70ern: Millionen-Projekt startet an IGS Celle und Ernestinum
- Sheenara Wiebke
- vor 2 Tagen
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CELLE. Die Baumaßnahmen am Schulzentrum an der Burgstraße haben offiziell begonnen. Am Mittwochmorgen hat Landrat Axel Flader den Grundstein für das Millionen-Projekt gelegt. Auch eine Zeitkapsel wurde im Fundament eingelassen – selbst wenn sie, wie Axel Flader anmerkt, vermutlich nie wieder geöffnet wird. Das neue Gebäude soll für die nächsten Jahrzehnte ein moderner Lernort sein. „Das hier ist ein Schulzentrum, das ganz weit in die Zukunft gedacht ist“, sagt Siegfried Wendker vom Bauunternehmen Goldbeck.
"Investition in die Zukunft"
Das Schulzentrum, in dem das Ernestinum und die IGS Celle untergebracht sind, soll bis 2029 erweitert und umfassend modernisiert werden. Im ersten Bauabschnitt entsteht ein dreigeschossiges Gebäude mit insgesamt 32 Klassenräumen, Lernzonen und neun Kursräumen. Die Fertigstellung des Neubaus ist bereits für den Sommer 2027 geplant. Parallel dazu beginnt die Kernsanierung des Musikpavillons, der voraussichtlich Ende der Sommerferien 2026 fertig ist.
"Wir investieren hier nicht nur in ein Gebäude. Wir investieren in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen."
Anschließend ist der Bau eines eingeschossigen Gebäudes mit Pausenhalle und Verwaltung geplant. Bis Herbst 2029 sollen alle Maßnahmen abgeschlossen sein. Die voraussichtlichen Gesamtkosten liegen bei fast 82 Millionen Euro. Für Landrat Axel Flader eine Notwendigkeit: "Wir investieren hier nicht nur in ein Gebäude. Wir investieren in die Zukunft – in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen, in gute Bildung und in die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft."

Aus Grau wird Grün
Ein 70er-Jahre-Bau aus grauem Beton: Bisher besticht das Schulzentrum nicht durch seine Optik – doch das soll sich nun ändern. Außenflächen sollen entsiegelt, insektenfreundliche Grünanlagen geschaffen und auch der Neubau mit einem Gründach ausgestattet werden. Siegfried Wendker betont: „Das soll eine Heimat für Schülerinnen und Schüler werden.“

Neben einem erhöhten Wohlfühlfaktor für Schülerschaft und Lehrkräfte sollen die Baumaßnahmen auch die Energieeffizienz verbessern. Dazu sollen Photovoltaikanlagen und moderne Bauweisen beitragen. So könne der Energiestandard EG 20 laut Bauplaner sogar unterschritten werden.
"Der Bau beeinträchtigt den Schulalltag kaum.“
Doch bis 2029 ist es noch eine lange Zeit – gerade für Schülerinnen und Schüler, die die Zwischenzeit in Schulcontainern überbrücken müssen. Ernestinum-Leiter Johannes Habekost spricht vom Improvisationsvermögen im Lehrbetrieb und zeigt sich zuversichtlich: „Der Bau beeinträchtigt den Schulalltag kaum.“ Zwar müssten die Abiturprüfungen räumlich verlegt werden, doch es gebe nichts, was sich nicht lösen lasse.














