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Räuber fesselten Lachendorfer Wirt: "Die wollten mich anzünden"

Mittwoch vor einer Woche: Zwei unbekannte Täter überfallen Herbert Voß, Betreiber der "Voß Mühle" in Lachendorf. Sie schlagen seine Wohnung kurz und klein, fesseln den 80-Jährigen in seinem Wirtshaus und erbeuten mehrere tausend Euro. Gegenüber von CelleHeute schildert Herbert Voß nun die Ereignisse.


Herbert Voß (rechts) und seinem Sohn Florian Herbert Voß steckt der Schrecken noch in den Gliedern. (Fotos: Audrey-Lynn Struck)
Herbert Voß (rechts) und seinem Sohn Florian Herbert Voß steckt der Schrecken noch in den Gliedern. (Fotos: Audrey-Lynn Struck)

LACHENDORF. Mittwoch, 17. April. Es ist gegen 21.30 Uhr, als Herbert Voß über eine Überwachungskamera Bewegung vor seiner Tür wahrnimmt. Neugierig öffnete der 80-Jährige. Er habe schon einmal einen Obdachlosen vor der Tür gehabt, den er dann freundlich gebeten habe, zu gehen. Das klappte diese Mal jedoch nicht. Zwei maskierte Männer standen ihm gegenüber, mit Gesichtsmasken auf, wie man sie von Halloween kennt. Ehe Herbert Voß die Tür schließen konnte, hatte der eine Täter auch schon seinen Fuß dazwischen gestellt.


Täter verwüsten Wohnung und erbeuten über 6000 Euro


"Der eine hat dann mit einem Messer herumgefuchtelt, der andere hatte eine Pistole oder Schreckschusswaffe", erinnert sich der Wirt. Die beiden Unbekannten forderten Geld, verwüsteten auf ihrer Suche die ganze Wohnung. Die beiden Fernseher, die Monitore seines Computers, die Überwachungskamera und das Handy des 80-Jährigen wurden zerstört.


"Das Geld hatte ich eigentlich gespart, um in den Urlaub zu fahren."

In einem Tresor werden die Täter schließlich fündig. Insgesamt über 6000 Euro erbeuteten sie, nahmen sogar den Reisepass von Herbert Voß und die Sparbücher von ihm und seiner Tochter mit. "Das Geld hatte ich eigentlich gespart, um in den Urlaub zu fahren", sagt Herbert Voß. Nach Thailand sollte es gehen.


Die Voß Mühle hat donnerstags bis sonntags ab 17 Uhr geöffnet.
Die Voß Mühle hat donnerstags bis sonntags ab 17 Uhr geöffnet.

80-Jähriger läuft ohne Schuhe zu seinem Sohn


Anschließend zwangen sie Herbert Voß in sein angrenzendes Wirtshaus. Dort fesselten sie ihn mit schwarzem Panzerband an einen Stuhl, übergossen ihn mit Essig. "Die wollten mich anzünden, aber wussten nicht, dass Essig nicht brennt", sagt der Lachendorfer. Dann seien die Täter plötzlich verschwunden. Nur mit größter Anstrengung konnte sich der 80-Jährige von seinen Fesseln befreien. "Es gibt die normale Kraft und es gibt die Überkraft. In so einer Lage ist es Letzteres."


"Den Tätern wünscht man nichts Gutes."

Ohne Schuhe lief er in die Dunkelheit, "Hauptsache raus" und dann auf direktem Weg zu seinem Sohn. Mehrfach versuchte er am Straßenrand ein vorbeifahrendes Auto anzuhalten, jedes Mal ohne Erfolg. Erst nach einer halben Stunde erreichte er gegen 23 Uhr das Haus seines Sohnes, der die Polizei verständigte. "Den Tätern wünscht man nichts Gutes", sagt Sohn Florian Herbert Voß. Bis die Polizei schließlich mit Zeugenbefragung und Co. durch war, war es 3 Uhr morgens. Die Ermittlungen der Polizei Celle laufen.


Unterkriegen lassen möchte sich der Betreiber von dem Überfall nicht. Bereits ab morgens um 8 Uhr stand er gemeinsam mit seinem Sohn wieder in der Gaststätte, um aufzuräumen. "Abends ab 17 Uhr hatten wir dann auch wieder offen", sagt Florian Herbert Voß. Es war ja schließlich Donnerstag. Herbert Voß blickt nun optimistisch in die Zukunft: "Es war auf Messers Schneide, aber ich bin zum Glück nochmal davon gekommen."


 

HeldenSpuren spielt auch beim diesjährigen Müden Open Air am 30. Mai. (Foto: privat)
HeldenSpuren spielt auch beim diesjährigen Müden Open Air am 30. Mai. (Foto: FB HeldenSpuren)

Benefizkonzert geplant


Kurzfristig veranstaltet die Voß Mühle ein Benefizkonzert, um den Betreiber Herbert Voß nach dem Überfall zu unterstützen. Am Freitag, 17. Mai, tritt ab 20 Uhr die Band HeldenSpuren kostenfrei auf. Einlass ist ab 18 Uhr.




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