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Prozess gestartet: Hat in Celle inhaftierter "Maskenmann" ein weiteres Kind getötet?


Montage: links Wachturm der JVA Celle, rechts Fahndungsskizze von Martin N
Von Celle nach Nantes: Serienmörder Martin N. muss sich in Frankreich vor Gericht verantworten. (Foto/Montage: Sheenara Wiebke, Fahndungsskizze: Polizei Niedersachsen)

CELLE/NANTES. Der wegen dreifachen Mordes und sexuellen Missbrauchs in 40 Fällen verurteilte Martin N. muss sich im französischen Nantes vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, 2004 einen zehnjährigen Jungen aus einem Schullandheim in der Bretagne entführt und getötet zu haben. Der Mordfall erinnert an die Vorgehensweise von Martin N., auch bekannt als "Maskenmann". Der Angeklagte wies die Vorwürfe bisher zurück.


Als Maskenmann bekannter Martin N. sitzt in Celle in Haft


Nach bisherigem Erkenntnisstand entführte und tötete Martin N. zwischen 1992 und 2001 drei Jungen im Alter von acht bis 13 Jahren. Der tagsüber als Betreuer arbeitende Mann, stieg nachts in Landheime, Wohnhäuser und Ferienlager ein, um sich an Jungen zu vergehen. Aufgrund seiner dunklen Kleidung und der Sturmmaske, die er bei seinen Taten trug, erhielt er von der Presse den Namen "Maskenmann".


2012 verurteilte ihn das Landgericht Stade zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Seither verbüßte Martin N. seine Haft in der JVA Celle.


Parallelen zu Mordfall in Frankreich


Die Leiche des zehnjährigen französischen Jungen war 2004 mit einem Betonblock beschwert und unbekleidet in einem Teich gefunden worden. DNA-Spuren konnten nicht gesichert werden. Doch ein Zeuge will einen Mann in der Nähe des Fundortes beobachtet haben, der etwas aus einem Fahrzeug mit deutschem Kennzeichen auslud. Darüber hinaus wird Martin N. durch die Aussage eines Mithäftling belastet. Er soll ihm demnach den Mord an einem vierten Kind in Frankreich gestanden haben. Martin N. weist die Schuld von sich. Der Prozess soll noch bis zum 5. Juni laufen.

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