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Neue Initiative für feministische Selbstverteidigung in Neuenhäusen

  • Extern
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Foto: Sofie Schmidt
Foto: Sofie Schmidt

CELLE. Den Schutz in die eigene Hand nehmen – Ab diesem März gibt es im Stadtteiltreff der

Solidarischen Initiative Neuenhäusen ein nachbarschaftliches Angebot für feministische

Selbstverteidigung. Sie ist eine Antwort auf die weiterhin gefahrvolle Realität für Frauen

und weitere unterdrückte Geschlechter in der deutschen Gesellschaft.


Das aktuelle Bundeslagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ ist

eindeutig. Die Gewalt an Frauen nimmt weiter zu. Auch in Celle war dies Ende vergangenen

Jahres einmal mehr deutlich zu spüren, als die Angriffe auf drei Frauen für Unsicherheit in

der Stadtgesellschaft sorgten.


Während es diese Fälle in die Medien geschafft haben, geschieht noch viel mehr jenseits des

Scheinwerferlichts – im Alltag, im häuslichen Umfeld, in Partnerschaften oder am

Arbeitsplatz. „Überall in Deutschland und auf der Welt sind Frauen und diverse Geschlechter

zunehmender Gewalt ausgesetzt. Was die patriarchale Gewalt gegen Frauen und queere

Menschen angeht, vollzieht die Gesellschaft aktuell eine Rolle rückwärts. Daher müssen wir

handeln und uns selber schützen“, sagt Carmen Wustrack als eine der feministischen

Nachbarinnen.


Mit diesem Ziel hat sich im Stadtteiltreff Neuenhäusen die „Feministische

Selbstverteidigung“ gegründet. Es soll eine feministisch-solidarische Gemeinschaft im

Stadtteil entstehen, in der miteinander und voneinander gelernt wird. „Fast jede von uns hat

in ihrem Alltag schon patriarchale Gewalt gespürt. Sie beginnt beim sexistischen Witz im

Büro oder beim transfeindlichen Kommentar in den sozialen Medien. Immer wieder gipfelt

sie in körperlichen Angriffen auf der Straße oder im Privaten, die teilweise tödlich enden.“,

erklärt Wustrack. „Wir wollen einen Raum schaffen, wo wir uns austauschen, Erfahrungen

teilen oder Unterstützung suchen können.“


Neben dem Aufbau eines Netzwerks sollen regelmäßige Selbstverteidigungskurse

stattfinden. In den kommenden sechs Monaten wird eine ausgewogene Mischung aus

praktischen Trainings sowie theoretischen Bildungstagen zu verschiedenen Themen der

feministischen Selbstverteidigung organisiert. Zu dem kostenlosen Angebot sind alle

Interessierten herzlich eingeladen. Für weitere Informationen können sich Interessierte per

E-Mail an feministische-selbstverteidigung-nh@riseup.net oder per Telefon unter 0157 53

208 878 melden


Text: Janina Hänsch

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Bahnhofstraße 1-3 • 29221 Celle

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