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"Moot Court": Celler Schüler simulieren Gerichtsverhandlungen


SchülerInnen und Schüler des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasiums anlässlich der Moot-Court-Verhandlung am 6. Juli 2022 am OLG Celle; Christian Krakau, Lehrer (hinten rechts); Andreas Keppler, Pressesprecher des OLG Celle (hinten links). Foto: OLG Celle

CELLE. Ein Jugendlicher findet eine Geldbörse. Er packt die Gelegenheit beim Schopfe und fordert von der Eigentümerin einen – viel zu hohen – Finderlohn von 100 Euro, anderenfalls werde er das Portemonnaie an Hehler verkaufen. Versuchte Erpressung – so lautete zumindest der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Verurteilt wurde der Angeklagte nach mehrstündigen Beweisaufnahmen im Oberlandesgericht zu Sozialstunden bzw. zur Durchführung einer Verhaltenstherapie. Das Besondere: RichterInnen, SchöffInnen, StaatsanwältInnen, VerteidigerInnen, der Angeklagte, ZeugInnen und die Vertreterinnen der Jugendgerichtshilfe wurden von SchülerInnen gespielt.


„Moot Courts“ sind simulierte Gerichtsverfahren, in denen Studenten und Schüler ihre Rechtskenntnisse üben und vertiefen. Sie verhandeln einen fiktiven Fall und fällen am Ende ein Urteil. Der Pressesprecher des Oberlandesgerichts Celle, Andreas Keppler, hatte mit Schülerinnen und Schülern zunächst an jeweils zwei Schultagen die Grundlagen des Strafrechts erarbeitet. Am dritten Tag simulierten die SchülerInnen die Verhandlung in einem Gerichtssaal des Oberlandesgerichts.


Teilgenommen haben vom 29. Juni bis 1. Juli 2022 eine gesellschaftswissenschaftliche Profilklasse des 10. Jahrgangs des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Lachendorf sowie vom 4. bis 6. Juli 2022 ein Politik-Leistungskurs des 12. Jahrgangs des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasiums in Celle. Die SchülerInnen nahmen den Einblick in die Justiz mit Begeisterung auf. Einstimmig empfahlen sie, diese Projekte in den kommenden Jahren zu wiederholen.



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