Müden plant Partnerschaft mit Panzerlehrbataillon 93 aus Munster


Bürgermeisterin Kerstin Speder mit Hauptmann Maurice Labudda, Volker Nickel und Oberstleutnant Sebastian Worgull (v.l.). Foto: Holger Krause

FASSBERG/MUEDEN. Der Ortsvorsteher von Müden/Örtze, Volker Nickel, hatte vergangene Woche die BürgerInnen des Ortes zu einem Informationsabend in die Historische Wassermühle in Müden eingeladen, auf der sich der Stab des Panzerlehrbataillons 93 in Munster vorstellte. Das Bataillon und dessen Kommandeur, Oberstleutnant Sebastian Worgull, möchte gerne mit der Ortschaft Müden eine Partnerschaft (CELLEHEUTE berichtete) eingehen, um ein „von Vertrauen und Verständnis bestimmtes Verhältnis zwischen der Bevölkerung und der Bundeswehr zu schaffen. Hierfür ist der unmittelbare und persönliche Kontakt ein entscheidender Faktor“, so Worgull, der mit seinem Stabszugführer, Hauptmann Maurice Labudda, und Oberstabsfeldwebel Sven Fritzsch nach Müden gekommen war.


Im Beisein von Faßbergs Bürgermeisterin Kerstin Speder begrüßte Nickel die Soldaten und gut 20 Anwesenden zu dieser Präsentation. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir die Gelegenheit bekommen, das Bataillon und seine Aufgaben näher kennen zu lernen“, betonte Nickel in seinen Grußworten. Bürgermeisterin Speder fügte hinzu, dass es sich nicht um eine formale Patenschaft mit der Gemeinde Faßberg handeln wird, die auf der politischen Ebene entschieden werden muss. Vielmehr solle hier eine ‚Partnerschaft‘ im Sinne einer Freundschaft explizit mit der Ortschaft Müden eingegangen werden, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Austausch zu treten. Darum wissend, dass die Gemeinde Faßberg von und mit der Bundeswehr lebt, hob der Kommandeur hervor, dass es sich bei dieser „Kooperation“ um eine reine Plattform zur Meinungsbildung auf beiden Seiten handeln solle.


Die in der anschließenden, durchaus kontroversen Diskussion erhobene Befürchtung, hier werde Werbung „in eigener Sache“ und „Personalrekrutierung“ verschleiert, wurde durch Oberstleutnant Worgull unmissverständlich eine Absage erteilt. „Dies ist nicht unsere Aufgabe! Dafür haben wir unsere Nachwuchsgewinnungszentren, die sich um Personalwerbung kümmern. Mit der Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht jedoch fällt es uns als Truppe allerdings immer schwerer, mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort in einen konstruktiven Austausch zu treten. Diesen Graben möchten wir über diesen Weg zu Ihnen hier in Müden überwinden“, unterstrich Worgull. So soll die Partnerschaft neben einem sichtbaren Zeichen der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung auch die Möglichkeit bieten, hin und wieder aktiv im Ortsbild in Erscheinung zu treten, unterstrichen Nickel und Worgull in einem gemeinsamen Resümee.


Text: Paul Hicks


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