Möglicher Blindgänger betrifft halb Celle: Alle Infos zur Evakuierung am 29. März
- Stefan Kübler
- 28. März
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen

CELLE. Am Sonntag, 29. März 2026 wird an den Gleisen in der Nähe der Itagstraße ein möglicher Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. In Neuenhäusen und Neustadt/Heese müssen 11.700 Menschen aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Im Evakuierungsgebiet werden sämtliche Straßen gesperrt. Der Bereich sollte weiträumig umfahren werden. Der Betrieb am Celler Bahnhof wird während der Untersuchung komplett eingestellt. Viele Celler Buslinien werden umgeleitet. Hier alle Infos und Fragen auf einen Blick.
Evakuierung am 29. März: Welche Straßen sind betroffen?
Von der Evakuierung in Celle sind alle Straßen in einem Umkreis von 1000 Metern rund um den Verdachtsort in der Nähe der Itagstraße betroffen. Das Gebiet erstreckt sich grob vom Wilhelm-Heinichen-Ring im Süden bis zur Aller im Norden sowie von der Landgestütstraße und Hannoverschen Straße im Osten bis zur Rostocker und Wittestraße im Westen. Alle Straßen im Evakuierungsgebiet sind offiziell gesperrt. Es besteht Evakuierungspflicht. Genaue Infos gibt es in unserer Straßenliste zur Evakuierung am 29. März.
Wie umfahre ich das Gebiet?
Am Samstag ist eine Wasserleitung in der Welfenallee beim Wilhelm-Heinichen-Ring beschädigt worden. In der Folge wurde der Fahrbahnbereich unterspült. Hier führt die neue Umleitung lang.
Wann muss ich raus aus meiner Wohnung?
Rund 11.700 Menschen in Neuenhäusen und Neustadt/Heese müssen am 29. März bis 10 Uhr ihre Wohnungen und Häuser verlassen haben. Die ursprüngliche Angabe von 9 Uhr hatte die Stadt zwischenzeitlich verschoben. Voraussichtlich werden die Einwohnerinnen und Einwohner erst am Abend wieder nach Hause zurückkehren können. Laut Stadtverwaltung wird über Kontrollen sichergestellt, dass sich niemand mehr in den Häusern aufhält.
Achtung: Zeitumstellung beachten!
In der Nacht von Samstag, 28. März auf Sonntag, 29. März 2026 werden die Uhren in Deutschland um eine Stunde vorgestellt. Wer das verpasst, wird am Sonntag um 10 Uhr möglicherweise unsanft aus dem Bett geklingelt, weil die Uhr noch auf Winterzeit eingestellt ist. Bitte beachtet das bei der Planung für die Evakuierung.
Wird eine Notunterkunft angeboten?
Als Ausweichquartier stehen der Bevölkerung die Sporthallen des Schulzentrums Burgstraße zur Verfügung. Sie werden am 29. März 2026 ab 8 Uhr geöffnet sein. Die Stadt weist darauf hin, dass die Mitnahme von Haustieren leider nicht möglich ist. Für die Verpflegung sei grundsätzlich gesorgt, nur bei besonderem Ernährungsbedarf oder Unverträglichkeiten sollte sich etwas Entsprechendes mitgebracht werden. Auch Beschäftigungsmaterial wie Lesestoff oder Spielzeug für Kinder sei zu empfehlen.

Wie komme ich ins Schulzentrum Burgstraße, wenn ich Unterstützung benötige?
Für den Transport in die Notunterkunft werden eigene Buslinien eingerichtet. Diese fahren ab 8 Uhr an den Haltestellen ZOB am Bahnhof, Nahkauf Windmühlenstraße (Haltestelle „Spörckenstraße“), Hagebaumarkt (Haltestelle „Vor den Fuhren“), Lauensteinplatz und Heeseplatz ab. Wer nur liegend, im Rollstuhl oder mit anderer Unterstützung befördert werden kann, kann sich bis zum 19. März an die Transporthotline der Stadt unter (05141) 123 270 wenden, um die Abholung organisieren zu lassen.
Kann ich am 29. März in Celle mit Bus und Bahn fahren?
Aufgrund der Sperrung findet im gesamten Evakuierungsbereich kein Bus- und Bahnverkehr statt. Der Celler Bahnhof wird gesperrt. Bahnreisende können weder ein- noch aussteigen. Beim Metronom entfallen auf den Linien RE2 und RE3 die Halte zwischen Eschede und Isernhagen. Die ausfallenden Halte werden von Ersatzbussen angefahren. In Celle wird die Haltestelle am Schlossplatz angefahren, weil der Bahnhof nicht genutzt werden kann. Auf der Linie RE3 entfällt der Metronom 82886 zwischen Hannover und Hamburg komplett.
Bei der S-Bahn fallen ab 8.30 Uhr alle Züge der Linie S7 zwischen Celle und Burgdorf aus. Die Linie S6 entfällt vollständig. Auch hier ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Bei der Deutschen Bahn kommt es ebenfalls zu Einschränkungen. Züge des Fernverkehrs werden über Rotenburg (Wümme) umgeleitet. Reisende werden gebeten, sich im Internet über den aktuellen Stand ihrer Zugverbindung zu informieren. Hier sind nochmal alle Änderungen bei der Bahn auf einen Blick.
Der Busverkehr der CeBus ist teilweise eingeschränkt. Laut Unternehmen wird die Linie 11 wegen der großräumigen Sperrung am 29. März komplett entfallen. Die Linien 12, 13 und 800 werden über den Wilhelm-Heinichen-Ring Richtung Alter Bremer Weg beziehungsweise Schlossplatz umgeleitet. Für die Linien 9, 100 und 900 geht es ab Klein Hehlen über John-Busch-Straße und Harburger Straße zum Schlossplatz.
Warum die Evakuierung, wenn es nur ein Verdacht ist?
Laut Stadtverwaltung ist die Evakuierung in Abstimmung mit der Deutschen Bahn und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst beschlossen worden, um einen möglichst reibungslosen Ablauf der Untersuchung zu gewährleisten. Die Sicherheit der Anwohnerinnen und Anwohner genieße oberste Priorität. Ein anderes Vorgehen wird offenbar durch den besonderen Verdachtsort direkt unter den Gleisen erschwert. Eine Evakuierung erst nach einem gesicherten Bombenfund anzuordnen, hätte demnach bedeutet, die Bahnstrecke bis zum Evakuierungszeitpunkt komplett zu sperren, und das möglicherweise über mehrere Tage oder Wochen.
Warum werden Polizei, JVA und Klärwerk nicht evakuiert?
Die Polizeidienststelle in der Jägerstraße, die JVA in der Trift und das Klärwerk in der Allerstraße befinden sich am Rand innerhalb des Evakuierungsgebiets, müssen am 29. März aber nicht geräumt werden. Laut Stadt handelt es sich dabei um Objekte, in denen ein Notdienst aufrechterhalten werden muss oder die nicht ohne signifikanten Aufwand zu räumen sind. In Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst seien Maßnahmen festgelegt worden, die die Sicherheit der verbleibenden Menschen auch ohne vollständige Evakuierung ausreichend garantierten.
Wann kann ich wieder nach Hause?
Die Stadt rechnet damit, dass die Evakuierung am 29. März bis zum Abend dauern wird. Die Dauer hängt davon ab, ob tatsächlich ein Blindgänger gefunden wird und dieser im Anschluss entschärft werden muss. Wann die Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren dürfen, erfahren sie in der Notunterkunft, auf der Homepage celle.de sowie auf den Social-Media-Kanälen und dem WhatsApp-Kanal der Stadt. Auch hier bei CelleHeute werden wir laufend alle Infos teilen, die wir bekommen.
Wohin kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?
Für alle Fragen rund um die Evakuierung am 29. März in Celle hat die Stadtverwaltung ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Hotline ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter (05141) 123 223 zu erreichen. Zusätzlich ist sie am Samstag, 28. März von 8 bis 16 Uhr und am Sonntag, 29. März durchgehend freigeschaltet. Fragen können auch per E-Mail an evakuierung@celle.de geschickt werden.















