Sperrung des Celler Bahnhofs am 29. März: So fahren die Züge während Evakuierung
- Stefan Kübler
- vor 1 Tag
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CELLE. Am Sonntag fährt nichts – zumindest keine Züge. Während am 29. März in Celle 11.700 Menschen in Neuenhäusen und Neustadt/Heese bis 10 Uhr ihre Wohnungen verlassen müssen, weil ein Blindgängerverdacht in der Nähe der Itagstraße geprüft wird, trifft die Lage auch den Bahnverkehr. Der Celler Bahnhof liegt im Evakuierungsgebiet und wird komplett gesperrt. Betroffen sind vor allem die Metronom-Linien RE2 und RE3 zwischen Uelzen und Hannover. Auch bei der Deutschen Bahn müssen sich Reisende auf massive Einschränkungen einstellen.
Metronom zwischen Hannover und Hamburg stark eingeschränkt
Am 29. März wird Celle für mehrere Stunden nicht mit der Bahn zu erreichen sein. Für die Züge des Metronom bedeutet das konkret: Zwischen Eschede und Isernhagen fallen mehrere Halte ganz oder teilweise aus. Die Züge der Linien RE2 und RE3 halten in Celle nicht regulär. „Die ausfallenden Halte werden durch Ersatzbusse angefahren“, heißt es dazu von Metronom. In Celle selbst wird als Ersatz die Haltestelle Schlossplatz angefahren, da der Bahnhof gesperrt ist und nicht genutzt werden kann. Auch auf längeren Strecken kommt es zu Ausfällen. Auf der Linie RE3 entfällt der Metronom 82886 zwischen Hannover und Hamburg komplett. Reisende müssen sich insgesamt auf Verzögerungen und Änderungen im Fahrplan einstellen. Kurzfristige Anpassungen sind jederzeit möglich.
Auswirkungen auf die S-Bahn-Linien S6 und S7
Im S-Bahnverkehr kommt es am 29. März ebenfalls zu Einschränkungen. Auf der Linie S7 fallen ab 8.30 Uhr alle Züge zwischen Celle und Burgdorf aus. Die Linie S6 entfällt komplett, weil auf der Strecke in Hannover noch weitere Bauarbeiten stattfinden. Solange der Bahnverkehr eingestellt ist, wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Celle und Burgdorf eingerichtet. In Celle wird auch hier die Haltestelle am Schlossplatz angefahren.
Züge der Deutschen Bahn werden über Rotenburg umgeleitet
Auch bei der Deutschen Bahn kommt es zu erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr. Nach aktuellen Planungen beginnt die Sondierung des möglichen Bombenblindgängers am frühen Morgen. Ab circa 8.30 Uhr dürfen Züge den Bahnhof Celle nur noch ohne Halt durchfahren, ein Ein- und Ausstieg von Reisenden ist dann nicht mehr möglich. Voraussichtlich ab 9 Uhr wird der Eisenbahnverkehr vollständig eingestellt. Züge des Fernverkehrs werden über Rotenburg (Wümme) umgeleitet, wodurch sich Reisezeiten verlängern und Halte entfallen.
Aktuelle Infos online
Die Fahrplanänderungen für den Fernverkehr sind laut Bahn bereits in den elektronischen Fahrplanmedien eingearbeitet. Reisende von und nach Celle werden gebeten, den Ersatzverkehr mit Bussen zu nutzen. Wie lange die Einschränkungen am 29. März dauern werden, ist unklar. Die DB empfiehlt allen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindung zu informieren und mehr Zeit einzuplanen. Aktuelle Informationen zum Bahnverkehr rund um Celle werden auf der-metronom.de, sbahn-hannover.de und bahn.de bereitgestellt.














