Landkreis Celle bekommt einen Klimaschutzmanager


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CELLE. Der Landkreis will in den kommenden Jahren noch stärker den Klimaschutz in den Focus seines Handelns nehmen. „Wir wollen und müssen das Thema Klimaschutz in den kommenden Jahren weiter vorantreiben. Ich denke, das ist auch Konsens im neu gewählten Kreistag", sagt Landrat Axel Flader.


Ab dem 01.01.2022 wird deshalb ein Klimaschutzmanager beim Landkreis Celle beginnen, wie der Landkreis heute mitteilt. Diese Aufgabe übernimmt Janek Schramm. Er soll innerhalb von 18 Monaten ein Klimaschutzkonzept für den Landkreis Celle aufstellen. Hierbei werde zunächst der Status quo festgestellt, um dann priorisiert kurz-, mittel- und langfristige, konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aufzuzeigen. Außerdem sollen Controllinginstrumente zur Erfolgskontrolle etabliert werden. Sowohl für dessen Personal- als auch für Sachkosten bekommt der Landkreis Celle 75 % Förderung vom Bund. Der Klimaschutzmanager ist während der zunächst auf 2 Jahre befristeten Projektlaufzeit überwiegend konzeptionell tätig, heißt es von Seiten des Landkreises. Für die praktische Umsetzung des Konzepts könne eine Anschlussförderung beim Bund beantragt werden.


Der Landkreis werde vor allem "seine Themen" bearbeiten, da die kreisangehörigen Kommunen eigene Klimaschutzaktivitäten verfolgen. „Gleichwohl ist der Landkreis Celle sehr an Austausch und Vernetzung mit den Kommunen interessiert", sagt Flader. Das ausgearbeitete Klimaschutzkonzept muss dann Mitte 2023 vom Kreistag beschlossen werden.

Der Klimaschutzmanager wird dem Amt für Zentrale Dienste, Liegenschaften und Sportförderung zugeordnet, da sich dort um das Beschaffungswesen, erneuerbare Energien, den eigenen Fuhrpark und vor allem die Liegenschaften gekümmert wird. Genau diese Bereiche werden neben der IT-Infrastruktur und privaten Haushalten (von MitarbeiterInnen und SchülerInnen) im Konzept des Klimaschutzmanagers in den Blick genommen. "In der Kürze der Zeit ist das Vorhaben recht ambitioniert", so der Landkreis.


Parallel zur Erstellung des Klimaschutzkonzepts setze der Landkreis Celle weiterhin praktische Maßnahmen zum Klimaschutz um. Bei den kreiseigenen Liegenschaften sollen durch energetische Dachsanierungen, Photovoltaik-Anlagen, Heizungssanierungen und LED-Beleuchtung mehr Ressourcen geschont werden. Auch der Fuhrpark soll nach und nach auf Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien umgestellt werden. "Für diese Maßnahmen sollen die Haushaltsmittel für den Klimaschutz in 2022 von ursprünglich 1,775 Millionen Euro um 2,353 Millionen Euro erhöht werden", heißt es in der Mitteilung des Landkreises. „Hieran wird deutlich, dass der Landkreis Celle den Klimaschutz als wichtiges Ziel ansieht und dafür bereit ist, Geld in die Hand zu nehmen", sagt Landrat Flader. Um neben finanziellen auch ausreichende personelle Kapazitäten für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen an den kreiseigenen Liegenschaften zu haben, sollen im Hochbau zwei zusätzliche Stellen geschaffen werden.

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