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Storchen-Glück auf dem Sebandshof: Poitzen freut sich über seltene Gäste


Henning Ripke zeigt auf das Storchennest auf dem Schafstall
Henning Ripke freut sich über Besuch von den Störchen. (Fotos: Sheenara Wiebke)

POITZEN. Es ist ein Traum, der für Henning Ripke in Erfüllung geht. Ende März haben Störche sein Dach als Brutstelle auserkoren. "Ich bin schon immer Storchenfreund gewesen", verrät der Jungbauer, der zusammen mit seinem Partner Thomas Weckerle den elterlichen Sebandshof in Poitzen übernommen hat. Das Kuriose: Eine Nisthilfe, in denen es sich Störche für gewöhnlich heimisch machen, war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht auf seinem Dach vorhanden.


Störche wählen Schafstall auf dem Sebandshof zum Nisten


Als Henning Ripke Ende März Störche auf dem Dach seines Schafstalls entdeckt, handelt er schnell: Er schweißt einen Ring und kleidet ihn mit Weidenzweigen aus – fertig ist die Nisthilfe. Er platziert sie auf dem Schornstein und wartet. Tage vergehen, kein Storch ist in Sicht.


"Da habe ich gesagt: Wäre ja schön, wenn er hier wäre."

Doch dann erfährt er von Bekannten, dass im benachbarten Müden ein Storch gesichtet wurden. "Da habe ich gesagt: Wäre ja schön, wenn er hier wäre", erinnert sich Henning Ripke. Genau in diesem Moment habe plötzlich das altbekannte Klappern vom Stalldach eingesetzt. Und tatsächlich: Ein Storchenpaar hält Einzug. "Gleich an dem Tag habe ich mir ein Teleobjektiv bestellt", berichtet Henning Ripke freudestrahlend.



Storchenmännchen kommt aus Jeversen


Seither ist sein Lieblingsplatz das Velux-Fenster im Wohnzimmer. Von hier aus hat der Landwirt direkten Blick auf das Nest. Mit seinem Kamerazoom konnte er so auch die Ringnummer des Storchenmännchens ablesen. Bei der Vogelwarte auf Helgoland erfährt er: Der Storch ist 2023 in Jeversen geschlüpft – ein echter Celler also.



Erster Storchennachwuchs in Jahrzehnten

"Die Älteren im Dorf sagen, seit 60 bis 70 Jahren hat hier kein Storch mehr gebrütet", erzählt Henning Ripke stolz. Nun scheint das Dach des Sebandshofs unter Störchen jedoch heiß begehrt zu sein. Immer wieder tauchen Fremdstörche in der Gegend auf und versuchen, das Nest einzunehmen. Das Storchenpaar wechselt sich daher mit der Nahrungssuche mehrmals am Tag ab. Während ein Storch auf der benachbarten Feuchtwiese nach Nahrung sucht, bewacht der andere die Eier und das Nest.




Aktuell versucht der junge Landwirt ein Schild beim Landkreis Celle zu erwirken, das Autofahrer auf die Störche aufmerksam macht. Denn die 30er-Straße vor dem Hof überqueren die Vögel im Tiefflug. Und gerade zum Feierabendverkehr werde auf der Straße, die nach Faßberg führt, immer wieder gerast.



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