Lachendorfer Handball-Mädels nicht zu stoppen: Jüngste Mannschaft der Saison gewinnt 16 Spiele in Folge
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- 17. Juli
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LACHENDORF. Es gab viele Gründe für eine ausgelassene Stimmung auf der Saisonabschlussfeier der weiblichen B-Jung von der HSG Lachte-Lutter. Endlich haben sie geschafft, was ihnen drei Jahre in Folge verwehrt blieb: Staffelsieger.
Zu Beginn der Saison sah es aber nicht so aus, als sollte es diesmal gelingen. Trainerwechsel, Zu- und Abgänge von Mitspielerinnen. Alle mussten sich finden. Die Kerntruppe spielt bereits seit vielen Jahren zusammen und sie verstehen sich fast blind. Die neuen Spielerinnen haben sich aber schnell integriert. Das „Test-Turnier“ im August 2025 in Sarstedt war eine Bestands-aufnahme und das Trainerteam wusste, was zu tun ist. Während der Qualifikation für die Landesliga passte es noch nicht richtig. Aber das änderte sich sehr schnell. Ab dem ersten Spieltag in der Regionsoberligakonnte man die positive Entwicklung beobachten. Neben der Tatsache, dass hier eine Mannschaft, ein Team, auf der Plate steht, hat die weibliche B-Jugend noch weitere Stärken, die sie auszeichnet: jede Position ist von der Bank 1:1 auszutauschen, viele Spielrinnen sind auf verschiedenen Positionen gut einsetzbar und somit sehr flexibel. Es gibt nicht die eine Spielmacherin, sie wechseln sich ab. Trainer Kristoffer Schwekendieck schwärmt von einem weiteren Plus: „Wir haben drei Torleute zur Verfügung. Das ist Luxus.“ Und diese drei Torleute haben ebenso begeistert, wie die Spielrinnen auf der Platte. Bis zum letzten Spieltag war nicht klar, ob die HSG den Staffelsieg holt. Der letzte Spieltag war Doppelspieltag. Am Morgen ein Nachholspiel Zuhause gegen Altencelle. Das hat die HSG dank überragender Abwehr und der Torhüterin Svea Büttner mit nur sieben Gegentreffern (Endergebnis 21:7) gewonnen. Dann ging es nach Clenze: Finalspiel. Den Lachnedorfer Mädels hätte theoretisch ein Unentschieden gereicht. Aber das Wort existiert weder im Handball, noch im Kopf der Spielerinnen. In der Halle in Clenze war dank der Fans beider Mannschaften eien tolle Stimmung und die beiden Mannschaften boten ein echtes Finale. Lachendorf gewann das zwölfte Spiel in Folge mit 30:23 und war Staffelsieger. Diesmal war es Torhüterin Jill Haltaufderheide, die das Tor zumauerte und zahlreiche Torwürfe abwehrte. Co-Trainerin Annika Schwekendiek sagt nach der Partie: „Im letzten Spiel haben wir die ersten Tempo-Gegenstoß-Tore der Saison kassiert.“ Das spricht für die Stärke dieser jungen Mannschaft. Bei diesem entscheidenden Spiel waren alle Spielerinne der HSG nach Clenze gekommen. Was für ein Teamgeist!
Noch vor Saisonabschlussfeier kam der Termin für die Relegation der Landesliga-Saison 2026/27. Ein Spieltag, fünf Mannschaften mit je vier Spielen von 2x12 Minuten. So fuhren sie Anfang Juni nach Rotenburg/Wümme. Bereits das erste Spiel war ein Krimi. Nach der regulären Spielzeit stand es 12:12 und somit kam das 7-Meter-Werfen. Diesmal war Ronja Schmidt im Tor, die verletzungsbedingt bis zum Saisonende nicht mehr spielen konnte. Am Relegationsspieltag stand sie wieder im Kasten. Beide Mannschaften warfen und warfen und warfen. Es war Wurf Nummer sieben, der von der Lachendorfer Torfrau pariert wurde und somit der erste Sieg dieses Spieltages. Die nächsten drei Partien wurden dann in der regulären Spielzeit entschieden. Vier Spiele, vier Siege und die HSG Lachte-Lutter qualifizierte sich direkt für die Landesliga. Kleiner Nachteil hierbei, dass die kürzeste Strecke zum Auswärtsspiel bei rund eineinhalb Stunden liegt. Aber das ist den Mädels egal. Sie freuen sich auf die nächste Saison und auf die neuen Herausforderungen. Ausgestattet wurde die Mannschaft bereits mit neuen Spiel- und Aufwärmtrikots von der Lachendorfer Papierfabrik Drewsen Spezialpapiere.
Text: Sven-J. Hellwig-Schmidt














