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Erfolgserlebnisse nach Corona-Durststrecke


Eddy Lehne Schwimmunterricht
Schwimmlehrer Eddy Lehne mit Viertklässlern Fotos: Peter Müllers:

CELLE. Gute Nachrichten sind in diesen Zeiten rar gesät. Umso mehr lässt aufhorchen, dass Schwimmlehrer Eddy Lehne mit Beginn der Sommerferien eine durchweg positive Bilanz zieht: „Diese Förderung des Landes bringt etwas, die Kinder sind lernbegierig und freuen sich daran, wenn sie etwas geschafft haben.“


Der Inhaber einer Schwimmschule und frühere Leiter eines Kindergartens hat im vergangenen Schuljahr zahlreiche Viertklässler gemeinsam mit den Sportlehrern der Grundschulen Nadelberg, Vorwerk und Hehlentor zur Frühschwimmer-Reife gebracht. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln, die Niedersachsen gemeinsam mit dem Bund im Juli 2021 aufgelegt hat, um Ausgleich zu schaffen für die Einschränkungen und Entbehrungen während der Pandemie. Zeitweise geschlossene Bäder und Schulen ließen Nachholbedarf auch bei den Schwimmkompetenzen entstehen. Ein Förderbaustein des Gesamtpaketes „Startklar in die Zukunft“, das mit einem Budget von 222 Millionen Euro ausgestattet wurde, widmet sich ausschließlich Schwimmen, Sport und Bewegung. 10 Millionen Euro stehen nur für diesen Zweck zur Verfügung. Die Schulen können die Gelder passgenau und bedarfsgerecht für ihre Einrichtung einsetzen.


„Ich stand im Becken, mit der Organisation hatte ich nichts zu tun“, berichtet Eddy Lehne. Die Kinder wurden entweder mit den Schulbussen, die zwischen 8 und 12 Uhr ohnehin Leerlauf haben, einmal pro Woche klassenweise ins Celler Hallenbad gebracht bzw. fuhren vom Hehlentor aus mit dem Rad. Eine Lehrkraft für den Bereich Sport war immer dabei. „In einer vierten Klasse mit 20 bis 23 Schülern kann ein Drittel schwimmen, ein Drittel kann es nicht, und das letzte Drittel kann es ein bisschen“, erzählt der erfahrende Pädagoge. Ihm kam die Aufgabe zu, die Nichtschwimmer zu unterrichten, damit diese das Frühschwimmer-Abzeichen Seepferdchen erwerben konnten. Lehne ist voll des Lobes für die Lehrer, die er als sehr engagiert wahrgenommen hat, was er für eine Voraussetzung für erfolgreiche Arbeit hält. Auch Kinder mit Migrationshintergrund gehörten zu den Gruppen. „Keine Probleme, sie stehen nicht im Abseits, und die Eltern unterstützen in jeder Hinsicht, dass die Söhne und Töchter schwimmen lernen“, berichtet der Schwimmlehrer. Ob mit Migrationshintergrund oder ohne, Lehnes Erfahrung nach ist es besser, wenn Vater und Mutter nicht mit am Beckenrand stehen. „Das läuft top, wenn die Kinder mal Unsinn machen, kriegen wir das in den Griff. Die schlimmste Strafe für die Kleinen ist es, wenn sie beim nächsten Mal nicht mitdürfen.“


Das zurückliegende Schuljahr ist aus Sicht des Schwimmschulen-Inhabers erfolgreich verlaufen. Sein Ziel ist es, so viele Kinder und Jugendliche zur Schwimmreife zu bringen wie möglich, „damit sie sicher sind“, betont er. Für ihn persönlich ist die Freude der Kinder nach bestandener Prüfung, die größte Belohnung. Und noch etwas freut ihn: „Im nächsten Jahr geht es weiter, gerade wurden vom Land wieder 900.000 Euro bereitgestellt.“



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