"Einige waren Nachbarn": Sonderausstellung in der Synagoge
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CELLE. Am Donnerstag, 22. Januar, wird in der Synagoge, Im Kreise 24, die Sonderausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ des UNITED STATES HOLOCAUST MEMORIAL MUSEUMS, Washington, eröffnet. Beginn ist um 19 Uhr mit einem Vortrag der Bürgermeisterin der Stadt Bergen, Claudia Dettmar-Müller.
Zu sehen ist die Präsentation bis Sonntag, 21. Juni. Der Eintritt ist frei! Veranstalter ist das Stadtarchiv in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle.
Adressiert wird eine der zentralen Fragen zum Holocaust: Wie war der Holocaust möglich? Die zentrale Rolle von Hitler und anderen Führern der NSDAP ist unbestreitbar. Doch die Abhängigkeit dieser Täter von unzähligen anderen für die Durchführung der NS-Rassenpolitik ist weniger bekannt. Im nationalsozialistischen Deutschland und in dem von Deutschland dominierten Europa entwickelten sich überall, in Regierung und Gesellschaft, Formen von Zusammenarbeit und Mittäterschaft, wo immer die Opfer von Verfolgung und Massenmord auch lebten.
Untersucht wird die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Diese Einflüsse spiegeln oft Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Karriereangst, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn wider. Gezeigt werden auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in außergewöhnlichen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.
Text: Stadt Celle













