DLRG-Pool-Tour macht Station in Bergen


Fotos: Peter Müller

BERGEN. Planschen, Hüpfen, Blubbern - ist der Sprung in den vier Meter breiten und acht Meter langen Pool geschafft, ist die anfängliche Angst schnell überwunden und die Kinder spielen fröhlich im Wasser. Um kleine Nichtschwimmer auf das Schwimmenlernen vorzubereiten, gibt es in diesem Sommer ein neues Projekt, ermöglicht durch das Aktionsprogramm des Landes "Startklar in die Zukunft".


Die DLRG Niedersachsen ist derzeit landesweit mit vier mobilen Pools auf Tour, um eine Wassergewöhnung vor Ort - also direkt an der Betreuungsstätte der Kinder - anzubieten. Derzeit machen die BetreuerInnen mit einem Pool Station in der Kita Neuer Weg in Bergen.

Eröffnet wurde die Pool-Tour quer durch Niedersachsen durch den Landesverbandspräsidenten Dr. Oliver Liersch, seine Stellvertreterin und Projektkoordinatorin Sari-Angès Thren und die niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Daniela Behrens. „Ziel ist, möglichst vielen Kindern den Zugang zur Wassergewöhnung und damit auch zum Schwimmenlernen, zu ermöglichen. Durch die mobilen Pools können temporär zusätzliche Wasserflächen geschaffen werden und das in unmittelbarer Nähe zur Bildungseinrichtung der Kinder“, erklärt Dr. Liersch. „Ich bin wirklich froh über dieses tolle und wichtige Projekt. Wassergewöhnung ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem sicheren Schwimmen. Neben mehr Wasserflächen brauchen wir in unserem Flächenland gute Ideen für mehr Wassersicherheit der Kinder. Hier kommt das Wasser zu den Kindern. So etwas gab es noch nie in Niedersachsen. Ich danke allen Unterstützerinnen und Unterstützern dieser großartigen Aktion“, so Ministerin Behrens.


Die Angebote finden während der Betreuungszeit statt, auch der Fahrtweg entfällt, sodass Kinder aller sozialer Schichten gleichermaßen erreicht werden können. Der Pool wird für rund zwei Wochen an einer Betreuungseinrichtung aufgestellt und von zwei qualifizierten Ausbildern begleitet, die die Kurse gemeinsam mit einer Bezugsperson (Erzieher) der Kinder durchführen.


In der Kindertagesstätte Hohnhorst wurde der erste Pool am Pfingstwochenende aufgestellt, am Dienstag konnten die ersten Kindergruppen ins Wasser. Auf das Alter der Kinder abgestimmt, finden täglich Wassergewöhnungseinheiten statt. „Bevor es losgeht, fragen wir die Kinder wie es ihnen geht und verschaffen uns einen groben Überblick über den Leistungsstand“, erklärt die 20-jährige Finja. Gemeinsam mit Julina (20 Jahre) bildet sie in Hohnhorst in zwei Wochen rund 50 Kinder der Kitas Hohnhorst und Haste aus.


Pro Gruppe und Tag finden 30 bis 45 Minuten Wassergewöhnungseinheiten statt. Eine Gruppe besteht aus fünf bis sechs Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren. „Bei den Drei- bis Vierjährigen liegt der Fokus auf der Wassergewöhnung. Sie lernen das Element spielerisch durch Strampeln, Blubbern und verschiedene Spiele im Wasser kennen. Bei den Fünf- bis Sechsjährigen geht es (je nach Leistungsstand) schon zur Wasserbewältigung über. Dazu gehört unter anderem ins Wasser zu springen, Gegenstände pustend weiterzutreiben oder das Ab- und Auftauchen im Wasser“, ergänzt Vizepräsidentin Thren. Pro Gruppe werden fünf Lerneinheiten vermittelt, in denen schrittweise die Freude an der Bewegung im Wasser vertieft wird.


„In den nächsten Tagen gehen unsere weiteren Pools auf Tour. Startend in Holzminden, Vechta und der Grafschaft Bentheim machen unsere Teams von Juni bis September überall dort Station, wo eine Wassergewöhnung vor Ort benötigt wird“, so Thren weiter. Insgesamt werden rund 30 Kindertagesstätten angefahren. So können, je nach Einrichtung, in den zwei Wochen rund 80 Kinder unterrichtet werden. In den vier Monaten ergibt das über 2000 Kinder, die an das Wasser gewöhnt werden können - der erste Schritt auf dem Weg zum sicheren Schwimmer.




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