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Digitaler und nachhaltiger – Tourismus- und Marketingkonzept vorgestellt


Fotos: Peter Müller

CELLE. Reichhaltiger, wertschätzender, digitaler und krisenfester – das sind die Megatrends des Tourismus bis zum Jahr 2030. Diese sollen sich auch im Celler Konzept für das Marketing und die Rekrutierung von Gästen und Besuchern spiegeln, das Fachdienstleiterin Claudia Krause in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften vorstellte. „Nach Auflösung der CTM (Celler Tourismus und Marketing GmbH) ist der Tourismus ins Neue Rathaus zurückgekehrt“, sagte sie, machte allerdings im Laufe des Referates deutlich, dass man das Rad nicht neu erfinde, sondern „das Konzept der CTM wird in Grundlagen weitergeführt“, und auch an den genutzten Netzwerken halte man fest.


„Celle ist eine Fachwerk-, Bauhaus-, Einkaufs-, Hochzeits-, Oldtimer-, Kultur-, Wohn- und Veranstaltungsstadt und ein Ort der Nachhaltigkeit“, leitete sie ihr Referat ein und ergänzte, bei Letzterem sei man Vorreiter. Menschen, die als Gast kommen, solle ein Kultur- und Stadterlebnis geboten werden. Touristen erwarteten heutzutage ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Darüber hinaus bestehe die Aufgabe der Verantwortlichen mittlerweile weniger darin, ein Reisebüro als vielmehr „eine Schnittstelle, die koordiniert“ zu sein.


Markante Maßnahmen, die sich derzeit in Umsetzung befinden, sind beispielsweise ein Marco Polo-Reiseführer, den es bisher nicht gibt. Er wird im Frühsommer 2023 in Printform und als App erscheinen. „Mit viel Speed“ treibe man eine Kulturkampagne voran, Inhalte dazu werden als Beilage in der „Welt“ veröffentlicht, darin werde allen Übernachtungsgästen freier Eintritt für drei Celler Museen offeriert. Zudem wird es ein Reisemagazin „Celle.so.schön“ geben, das das Gastgebermagazin ablöst. „Herbstgeflüster und Winterromantik“ ist der Titel des aktuellen Heftes, das die Angebote für die Jahreszeit vorstellt und auf Messen verteilt werde. Als „kleines, feines Magazin“ bezeichnete sie das in Kooperation mit der Zeitschrift „Landluft“ herausgegebene Printprodukt „Stadtluft“, das Wesentliches im kompakten Miniformat bereithält. Für die digitale Komponente sorgen fünf neue Infostelen an den Toren zur Altstadt (u.a. Französischer Garten, Schloss, Kleiner Plan, Weißer Wall), aber nicht am Bahnhof, weil der Projektradius des EU-Förderprogramms „Perspektive Innenstadt“ nicht bis dahin reiche. Weiterhin wird ein digitaler Rundgang zum Abruf bereitstehen, „Stichwort Krisenfestigkeit“ merkte Claudia Krause an, sowie 3D-Führungen mit historischen Inhalten zum Angebotskatalog gehören.


Einige Fragen aus den Reihen der Ausschuss-Mitglieder griffen u.a. nicht genannte Aspekte auf: Salhattin Kizilyel verwies auf die touristisch schwierigen Monate des Jahres: „Wie kann man Touristen gezielt in den Wintermonaten und in Zeiten der Krise nach Celle locken?“ Damit war das Stichwort für das Thema Weihnachtsmarkt gefallen, es wird ihn geben ebenso wie Weihnachtsbeleuchtung, „aber nicht ganz so lang“, berichtete Anneke Hagedorn (CDU). Ihr Parteikollege und Ausschussvorsitzende Dr. Michael Bischoff (CDU) vermisste einen Marketingplan, wie es in der Vergangenheit üblich gewesen sei. Bernd Zobel (Grüne) kritisierte, dass es keine schriftliche Unterlage zu der Präsentation gegeben habe und wertete diese als „im Wesentlichen Bestandsaufnahme“. Sein Rückgriff auf das Thema Nachhaltigkeit, das im Zuge des Referates nicht mit Beispielen unterlegt und näher beschrieben wurde, gab Team-Mitglied Christina Jung die Chance, darauf hinzuweisen, dass man in Gesprächen mit einem entsprechenden Kuratorium einer Hochschule sei, wobei es auch darum ginge, wie man das Thema in vermarktbare Produkte überführen könne. Zudem machte sie deutlich, wie wichtig die Lüneburger Heide und Naturnähe insgesamt für die Attraktivität der Stadt sei.


Ob man denn eine bestimmte Zielgruppe im Auge hätte, wollte Patrick Brammer (SPD) wissen, wie werbe man denn in den bekannten Herkunftsländern von Celle-Gästen wie Skandinavien und Benelux?

Abschließend erhielt der Geschäftsführer der Stadtwerke Thomas Edathy Gelegenheit, den Part, den diese im Bereich Tourismus und Marketing nach der Auflösung der CTM einnehme, zu benennen: „Wir sind dessen Dienstleister.“





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