Bürgerbegehren gegen Lachendorfs neues Rathaus: Jetzt entscheidet die Gemeinde
- Stefan Kübler
- vor 18 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

LACHENDORF. Die Zukunft eines neuen Rathauses in Lachendorf ist weiter ungewiss. Nachdem der Bau des neuen Amtssitzes im Oktober 2025 im Samtgemeinderat beschlossen worden war, hatte die Opposition, die dagegen gestimmt hatte, kurz vor Weihnachten ein Bürgerbegehren beantragt. Die Fraktionen der Unabhängigen Bürger (UB), der Union Lachtetal (UL) sowie der Grünen im Samtgemeinderat Lachendorf wollen den Beschluss damit wieder rückgängig machen. Ihrer Meinung nach ist das Projekt zu groß und zu teuer. Der Ball liegt nun wieder bei der Samtgemeinde.
„Zeitpunkt für die Entscheidung steht noch nicht fest“
Über den Antrag auf ein Bürgerbegehren muss der Samtgemeindeausschuss entscheiden. Er prüft zunächst, ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. „Derzeit befindet sich das Verfahren in der Prüfung. Ein konkreter Zeitpunkt für die Entscheidung steht noch nicht fest“, teilt Lachendorfs Samtgemeindebürgermeisterin Britta Suderburg auf CelleHeute-Anfrage mit.
Sechs Monate Zeit zum Unterschriften sammeln
Falls das Bürgerbegehren vom Ausschuss zugelassen wird, sind die weiteren Schritte ebenfalls vorgegeben. Zunächst hätte die Opposition sechs Monate Zeit, um Unterschriften für das Vorhaben zu sammeln. Laut UB ist die Unterstützung von zehn Prozent der Wahlberechtigten notwendig. Sollte dies gelingen, wird im Samtgemeindeausschuss über einen Bürgerentscheid entschieden. Ist auch das geschafft, muss dieser Bürgerentscheid innerhalb von drei Monaten stattfinden.
Legitim und Ausdruck politischer Willensbildung
Die Möglichkeit eines Bürgerentscheids zum Neubau des Rathauses in Lachendorf wird von Britta Suderburg sachlich bewertet. „Das Instrument des Bürgerbegehrens ist ein fest verankerter Bestandteil der kommunalen Demokratie“, sagt sie. Der Gebrauch davon sei legitim und Ausdruck politischer Willensbildung.
Opposition findet Bauprojekt zu groß und zu teuer
Die Opposition im Samtgemeinderat hatte das Bauprojekt für ein neues Rathaus in Lachendorf zuvor als zu groß und zu teuer kritisiert. Ihrer Meinung nach sei das alte Rathaus weiterhin nutzbar, wenn es umgebaut und um ein neues, kleineres Gebäude für Büroräume erweitert werde. Diese Punkte seien bekannt und würden berücksichtigt, so Britta Suderburg. „Insbesondere Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und Hochwasserschutz werden durch fachliche Prüfungen und Gutachten bewertet und transparent in den politischen Beratungen behandelt.“













