Bahnlärm in Garßen: Schepelmann fordert schnelle Lösung
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CELLE. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann fordert von der Deutschen Bahn konkrete Maßnahmen und einen verbindlichen Zeitplan zur Beseitigung der erhöhten Geräuschbelastung entlang der Bahnstrecke in Celle. Schepelmann hatte die von der Stadt Celle aufgeworfenen Fragen zum Rückbau der niedrigen Schallschutzwand am alten Garßener Bahnhof und zu den Beschwerden aus Garßen und Klein Hehlen gegenüber der Bahn aufgegriffen.
Bahn erklärt Rückbau der Schallschutzwand
In ihrer inzwischen vorliegenden Antwort erklärt die Deutsche Bahn, bei der in den Jahren 2011 und 2012 errichteten niedrigen Schallschutzwand habe es sich um ein Pilotprojekt gehandelt. Die Zulassung sei bereits 2014 ausgelaufen. Zudem habe die Anlage technische Mängel aufgewiesen und nicht mehr den geltenden Anforderungen entsprochen. Ein erneuter Einbau sei deshalb nicht möglich.
Die Bahn räumt gleichzeitig ein, dass die Stadt Celle sowie die Anwohnerinnen und Anwohner nicht frühzeitig über den Rückbau informiert wurden.
„Die technischen Hintergründe des Rückbaus sind damit nachvollziehbarer geworden. Eine Erklärung für die Vergangenheit ist aber noch keine Lösung für die Menschen, die heute unter der gestiegenen Geräuschbelastung leiden“, erklärt Schepelmann.
Ungewöhnliche Geräusche werden untersucht
Besonders bedeutsam sei, dass die Deutsche Bahn selbst bestätige, die derzeit abschnittsweise auftretenden erhöhten Geräusche entsprächen nicht dem üblichen Verhalten nach einem Schienenschliff. Die Bahn untersuche derzeit die auffälligen Streckenabschnitte und wolle der Stadt Celle bis Ende August weitere Erkenntnisse und erste Lösungsvorschläge mitteilen.
„Wenn die Bahn selbst feststellt, dass die Geräuschentwicklung ungewöhnlich ist, muss sie auch sagen, was die Ursache ist, wie sie das Problem beseitigen will und bis wann eine spürbare Verbesserung eintritt. Weitere Prüfankündigungen allein helfen den betroffenen Menschen nicht“, so Schepelmann.
Auch die Perspektive für einen dauerhaften Lärmschutz bleibt nach Auffassung des Abgeordneten unbefriedigend. Der Bereich am alten Garßener Bahnhof ist zwar im Lärmsanierungsprogramm des Bundes aufgeführt. Wann dort eine schalltechnische Untersuchung oder konkrete Planung beginnt, kann die Bahn jedoch nicht sagen. Nach aktuellem Stand soll eine neue Lärmschutzanlage in Garßen auch nicht Bestandteil der Korridorsanierung 2029 werden.
Schepelmann wendet sich an Bundesverkehrsminister
Schepelmann hat sich deshalb an den neuen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger gewandt. Er bittet darum zu prüfen, welche kurzfristigen Entlastungsmaßnahmen möglich sind, wie die Ursachen der ungewöhnlichen Geräusche technisch untersucht werden und ob die dauerhafte Lärmsanierung in Garßen beschleunigt beziehungsweise noch mit der Korridorsanierung 2029 verbunden werden kann.
Zugleich hat Schepelmann der Stadt Celle die Stellungnahme der Bahn übermittelt und eine enge Abstimmung über das weitere Vorgehen angeboten.
„Die Sanierung des Schienennetzes ist richtig und notwendig. Eine Qualitätsoffensive muss für die Menschen aber auch tatsächlich eine Verbesserung bringen. Es darf nicht sein, dass eine Baumaßnahme abgeschlossen wird und die Anwohner anschließend stärker belastet werden als zuvor“, betont Schepelmann abschließend.
TEXT: Wahlkreisbüro














