An die Wurzeln des Roten Kreuzes erinnert: „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ macht Station in Celle
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- 29. Apr.
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CELLE. Das Celler Schloss erwies sich als ideale Kulisse, um das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ entgegenzunehmen.
Beim Ursprungsgeschehen waren sie nur ein Detail, heute sind sie das zentrale Element, um zu erinnern an ein Ereignis, das als die Wurzel des Roten Kreuzes bezeichnet werden kann. Vermutlich werden nach Einbruch der Dunkelheit des 24. Juni 1859 Fackeln zum Einsatz gekommen sein. Es galt, eine sehr große Zahl von schwer verwundeten Soldaten zu transportieren, vom Schlachtfeld beim kleinen Dorf Solferino (heute rund 2.500 Einwohner) in der norditalienischen Lombardei in die acht Kilometer entfernte Kleinstadt Castiglione della Stiviere.
Der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant befand sich mittendrin, half, wo er konnte. Per Zufall war er Zeuge der Auswirkungen von Kampfhandlungen geworden, die als die „Schlacht von Solferino“ in die Geschichte eingingen, denn sie markieren die Entstehung der weltweiten Hilfsorganisation. Zum ersten Mal wurde dank Henry Dunant auf das Schicksal der getöteten und verwundeten Soldaten aufmerksam gemacht, die Schlacht zum Anlass genommen, sich zukünftig um die verletzten Menschen in organisierter Form zu kümmern.
Seit 1992 hält das Italienische Rote Kreuz das Gedenken daran wach, indem es einen Fackelzug (ital. Fiaccolata) von Solferino nach Castiglione veranstaltet. Die Idee weitete sich aus, inspirierte auch das Deutsche Rote Kreuz. Jedes Jahr findet eine Fiaccolata statt, das sogenannte „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ wird über einen bestimmten Zeitraum hinweg von Rotkreuzgliedern zu Rotkreuzgliedern, also von einem Kreisverband zum nächsten nach der Art eines Staffellaufs, weitergereicht, bis es rund um den 24. Juni Solferino erreicht.
Am letzten April-Wochenende versammelten sich zahlreiche Mitglieder der Celler Rotkreuzfamilie vor dem Schloss, um mitzuerleben, wie der Präsident des Kreisverbandes Celle Ulrich Kaiser die Fackel aus den Händen von Johanna Möller und Jessica-Denisé Mletzko als Vertreterinnen des Kreisverbandes Fallingbostel entgegennahm. Applaus brandete auf, als der feierliche Moment vor Schloss-Kulisse gekommen war. „Ihr seid das Rote Kreuz Celle“, wendete sich Kaiser mit Nachdruck an die Rotkreuzler, die sich zuvor auf dem Schlossvorplatz in besonderer Weise aufgestellt hatten, sie formten eine 160. „Wir feiern in diesem Jahr unser 160-jähriges Jubiläum“, sagte der Präsident, „tolle Monate, in denen dieser Jahrestag begangen wird, liegen vor uns.“
Text: DRK-Kreisverband Celle














