Alexander Hass startet mit ungewöhnlicher Aktion in den Bürgermeisterwahlkampf
- Extern
- vor 2 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

NIENHAGEN. Bereits 2011 sorgte Alexander Hass mit einer ungewöhnlichen Aktion für Aufmerksamkeit. Damals trat er erstmals zur Kommunalwahl an und verband Politik mit direktem Kontakt zu den Menschen – durch Fensterputzen. Die Aktion blieb vielen Bürgerinnen und Bürgern bis heute in Erinnerung. Nun holt der unabhängige und parteilose Kommunalpolitiker diese Idee wieder zurück.
Dabei zieht sich ein besonderer roter Faden durch seine persönliche Geschichte. In jungen Jahren jobbte Alexander Hass regelmäßig als Tellerwäscher in Hotels. Als er 2011 in die Kommunalpolitik einstieg, putzte er Fenster, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Und nun kandidiert er für das Bürgermeisteramt in Nienhagen – und greift dabei mit einem Augenzwinkern erneut auf sein „ungelerntes Handwerk“ zurück.
Alexander Hass möchte ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Nienhagen werden und setzt dabei bewusst auf persönliche Gespräche statt auf klassische Wahlkampfrhetorik. Der langjährige Amtsinhaber wird das Bürgermeisteramt, wie verschiedenen Medien zu entnehmen war, nicht weiterführen. Für Hass sei dies ein Zeitpunkt, an dem neue Ideen, mehr Sachlichkeit und eine stärkere Einbindung der Menschen notwendig seien.
Unter dem Motto „Glasklar in die Zukunft“ bietet Alexander Hass deshalb erneut an, Fenster in Nienhagen und der Samtgemeinde Wathlingen zu reinigen. Hinter der Aktion steckt dabei mehr als nur ein symbolischer Wahlkampfgag. Für Hass steht das Fensterputzen sinnbildlich für Klarheit, Transparenz und den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.
„Viele Menschen haben genug von öffentlichen Anfeindungen und davon, dass sich Parteien gegenseitig Probleme um die Ohren hauen. Die Menschen erwarten Lösungen und kein dauerhaftes Gegeneinander mehr“, erklärt Alexander Hass.
Der parteilose Kandidat sieht sich dabei ausdrücklich als vermittelnde Kraft zwischen politischen Lagern. Sein Ziel sei eine sachorientierte Zusammenarbeit mit allen demokratischen Parteien und gewählten Mandatsträgern. Statt parteipolitischer Auseinandersetzungen brauche es jetzt gemeinsames Handeln, gerade mit Blick auf die finanzielle Situation der Kommunen.
Die Haushaltslage bezeichnet Hass als ernst. Die Unabhängige Wählergemeinschaft habe in den vergangenen Jahren wiederholt auf notwendige Einsparungen und langfristige finanzielle Verantwortung hingewiesen. Jetzt gehe es darum, gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.
„Jetzt ist der Moment, gemeinsam nach vorne zu schauen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, das zu sichern und zu erhalten, was wir bereits haben“, so Hass.
Er spricht sich deutlich gegen weitere Steuererhöhungen aus, um die Bürgerinnen und Bürger nicht zusätzlich zu belasten. Statt eines „höher, weiter, schneller“ fordert er einen stärkeren Fokus auf Instandhaltung, wirtschaftliche Vernunft und den Erhalt freiwilliger Leistungen für Vereine und Gemeinschaften.
Dabei setzt Alexander Hass auf Bürgernähe und Beteiligung. Menschen müssten wieder stärker in Entscheidungen eingebunden werden. Zuhören sei wichtig, gleichzeitig brauche es aber auch klare Entscheidungen und Verantwortung.
„Gute Ergebnisse bekommt man nur gemeinsam. Hand in Hand mit den Menschen und gemeinsam mit allen demokratischen Kräften“, betont der Kandidat.
Alexander Hass gehört seit inzwischen 15 Jahren ununterbrochen dem Rat der Gemeinde Nienhagen an und ist seit zehn Jahren ehrenamtlich stellvertretender Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Wathlingen. Die langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik helfe dabei, Verwaltungsstrukturen, Entscheidungswege und Handlungsmöglichkeiten realistisch einschätzen zu können.
Auch beruflich bringt Hass umfassende kommunale Erfahrung mit. Seit rund 25 Jahren arbeitet er im Bereich Kultur, Tourismus, Stadtmarketing und Stadtentwicklung. Hauptberuflich verantwortet er kommunale Projekte und Fördermittelverfahren und konnte nach eigenen Angaben bereits Fördergelder in Millionenhöhe für verschiedene Projekte einwerben.
Zusätzlich bringt Alexander Hass internationale Berufs- und Lebenserfahrung mit. Rund zehn Jahre war er im Ausland tätig und sammelte Erfahrungen in Griechenland, der Türkei und Mexiko. Außerdem arbeitete er an Bord von dem ersten AIDA Kreuzfahrtschiff. Der Umgang mit unterschiedlichsten Menschen, Kulturen und Herausforderungen habe ihn persönlich und beruflich geprägt.
Privat lebt Alexander Hass seit dem Jahr 2000 in der Samtgemeinde Wathlingen. Gemeinsam mit seiner Frau Jana Swierczek, ist er fest in der Region verwurzelt.
Darüber hinaus engagiert sich Alexander Hass seit 2012 für die von ihm gegründete Initiative Nienhagen Kultur. Ebenfalls initiierte er das digitale Informationsportal SAWA aktuell, das Bürgerinnen und Bürger in der Samtgemeinde Wathlingen mit verlässlichen und faktenbasierten Informationen von Vereinen, Institutionen, Verwaltungen, Polizei und Landkreis versorgt.
Zum Projekt gehört außerdem das ehrenamtlich von mehreren Menschen betreute monatliche Magazin „SAWA TV“, in dem regelmäßig Vereine, Ehrenamtliche, Veranstaltungen und Initiativen aus der Region vorgestellt werden.
Trotz aller politischen Themen sei ihm eines besonders wichtig:
„Ich möchte mir auf jeden Fall beibehalten, mich selbst nicht zu wichtig oder zu ernst zu nehmen. Und zum Lachen in den Keller gehen funktioniert bei mir sowieso nicht – nicht nur, weil wir keinen Keller haben.“
Mit seiner Fensterputz-Aktion möchte Hass nun wieder direkt mit den Menschen ins Gespräch kommen. Wer Interesse an einem persönlichen Austausch habe und vielleicht sogar ein Fenster besitzt, „das etwas Klarblick gebrauchen könnte“, könne sich direkt melden.
Text: UWG














