AKH-Chefarzt wird außerplanmäßiger Professor der Uni Regensburg


Prof. Dr. Stephan Seeliger. Foto: AKH Celle

CELLE. Seit Anfang des Jahres ist Prof. Dr. Stephan Seeliger (58) neuer Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) Celle. Nun ist er zum außerplanmäßigen Professor der Medizinischen Fakultät der Universität Regensburg bestellt worden. Der apl. Prof. ist eine Art Ehrentitel. Er wird auf Antrag an Wissenschaftler verliehen, die sich um Forschung und Lehre verdient gemacht haben.


„Wir beglückwünschen Herrn Prof. Dr. Seeliger zu seinem akademischen Titel. Dieser zeigt, dass er ein Mediziner am Puls der Zeit ist - und Forschung und Lehre zum Wohle der Patientinnen und Patienten vorantreibt“, sagen die beiden AKH-Vorstände Dr. Martin Windmann und Franz Caesar. Dass dabei immer die PatientInnen im Mittelpunkt stehen, zeigt auch die Tatsache, dass Prof. Seeliger nicht zur Ernennungszeremonie gefahren ist, sondern stattdessen eine 12-Stunden-Schicht im Krankenhaus geschoben hat. „Eine Kollegin ist ausgefallen, da war für mich klar, dass ich einspringe – auch wenn ich natürlich gerne an der Veranstaltung teilgenommen hätte“, sagt der Mediziner.


Nach seiner Habilitation 2011 hat der AKH-Chefarzt neben seiner klinischen Arbeit weiter für Forschung und Lehre gearbeitet. In diesem Zeitraum hat er rund 30 Publikationen und ein Buch für Kinderheilkunde veröffentlicht. „Wissen, wie Dinge funktionieren und zusammenhängen, um daraus konkrete Hilfe für Erkrankte abzuleiten – das war von Anfang an die Triebfeder für mein medizinisches Engagement“, sagt Prof. Seeliger. „Und so ist es heute noch.“


Für ihn sei es wichtig, als Mediziner stets neugierig zu bleiben, sich neues Wissen, neue Behandlungsmethoden anzueignen. „Nicht immer sind alt bewährte Therapien für alle Patienten gleich gut in bestimmten Situationen geeignet. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse können hier einen existenziellen Beitrag bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten leisten – das hat beispielsweise auch die Corona-Pandemie eindrucksvoll gezeigt, wo sich über die Zeit Therapiestrategien geändert haben“, so der Chefarzt weiter. „Am Anfang gab es kaum Behandlungskonzepte – erst durch Forschung und Erfahrungswerte konnten hier Erfolge erzielt werden.“


Übrigens – die Ernennungsurkunde kam dann ganz schnöde in einem schmucklosen Umschlag per Post. „Ich muss gestehen: Ich habe in den vergangenen Tagen etwas häufiger zum Briefkasten geschaut als sonst“, sagt der Mediziner mit einem Lachen. Als er das Schriftstück dann in den Händen hielt, war die Freude natürlich groß. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in dieser Zeit unterstützt haben – vor allem auch bei meiner wissenschaftlichen Arbeitsgruppe“, so Prof. Seeliger abschließend. Denn alleine könne man eine solche Aufgabe nicht bewältigen. „Das geht nur im Team – und das gilt dabei auch für die Arbeit im AKH. Auch hier arbeiten wir immer als Team Hand in Hand zum Wohle der jungen Patientinnen und Patienten.“


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