Örtzetal up platt: neue Ortsschilder mit plattdeutschen Ortsnamen
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FASSBERG. Endlich geht’s los. In den nächsten Wochen tauschen die kommunalen Bauhöfe über 200
Ortstafeln in der LEADER-Region Kulturraum Oberes Örtzetal aus. Die gelben Schilder am Ortseingang
werden um die plattdeutsche Schreibweise ergänzt.
Die Idee kam aus den Ortschaften Becklingen und Nindorf der Stadt Bergen. Sie wollten die
plattdeutsche Sprache im Alltag sichtbarer machen. Eine Lösung: zweisprachige Ortsschilder mit
hoch- und plattdeutschen Ortsnamen. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) des Kulturraums fand die Idee
grandios. Sie förderte 2022 den Austausch erster Ortstafeln, um einen Impuls zu setzen. Das zeigte
Wirkung und weckte in weiteren Orten den Wunsch, den eigenen plattdeutschen Ortsnamen auf die
gelben Schilder zu setzen. Die Ortsräte von 30 Orten entschieden sich, bei dem Gemeinschaftsprojekt
der Städte Bergen und Munster sowie der Gemeinden Faßberg, Südheide und Wietzendorf
mitzumachen. Die LAG gibt bis zu 22.000 Euro an LEADER-Mitteln für die Umsetzung dazu.
Den plattdeutschen Ortsnamen festzulegen war allerdings nicht überall einfach. Denn die Aussprache
variiert von Ort zu Ort, teilweise sogar zwischen Ober- und Unterdorf. Deshalb legt das Institut für
niederdeutsche Sprache e.V. fest, welche plattdeutsche Bezeichnung für den Ort gilt.
Bald können aufmerksame Menschen also den plattdeutsche Namen von Alvern über Hermannsburg
bis Wietzendorf lernen.
Text: Gemeinde Faßberg














