Zwischen Lampenfieber und dem großen Traum: Lüneburger Pelle ist bei The Voice

BERLIN/SÜLZE. Pelle steht hinter der The Voice-Bühne, die Knie sind weich. Den ganze Tag über hat sich die Nervosität wie ein Spannungsbogen aufgebaut. Morgens konnte er nichts essen, unter der Dusche musste er sich fast übergeben. Dann öffnen sich die Türen. Er steht vor dem Mikrofon – und die Aufregung ist weg. "Ab da habe ich nur noch für das Publikum gesungen", erinnert sich Pelle später an den Moment.
Bühnenpräsenz kommt nicht von Ungefähr
Die Nervosität, die dem großen Fernsehauftritt vorangegangen war, merkt man Bastian "Pelle" Franz kaum an. Hinter der lockeren Bühnenpräsenz steckt jahrelange Arbeit. Der Lüneburger verrät: Seit jeher nimmt er sich mit der Kamera beim Proben auf. Sich das Material im Nachhinein anzusehen und zu analysieren, beschreibt er als "sehr cringy", aber auch lehrreich.
Ein prägendes Ereignis in der Jugend brachte Pelle zur Musik
Zum Singen hat ihn seine ehemalige Musiklehrerin gebracht. Im Schulunterricht drückt sie dem 14-jährigen Pelle das Mikrofon in die Hand – ein prägendes Erlebnis. "Dann stehst du da als hochpubertärer Junge vor der ganzen Klasse, singst in ein Mikrofon, kriegst einen hochroten Kopf – und dann merkst du, das macht ja ganz viel Spaß und du kannst das gut", erinnert er sich. Der positive Zuspruch seiner Mitschüler motiviert Pelle dazu, weiterzumachen. Später tritt er in die Musik-AG ein, spielt auf dem Stadtfest und in der Theaterband.
Bild: Sophia Bilski Bild: Sophia Bilski
Seine gleichnamigen Band Pelle hat sich 2020 gegründet. Musikalisch bewegt sie sich zwischen Rock und Pop. Der Fokus liegt dabei klar auf Text und Tiefgang. "Ich bin schon immer ein sehr trauriger Mensch gewesen, der viel reflektiert und wütend über viele Dinge auf dieser Welt ist", sagt Pelle. Mit seinen Songs möchte er anderen Menschen Mut machen, sich für ihre Prinzipien einzusetzen.
"Ich möchte eigentlich vier von sieben Tagen nur auf der Bühne stehen."
Dass er mit seinem The Voice-Auftritt neben Michi, Smudu und Rea Garvey auch tausende Menschen vor dem TV-Bildschirm bewegt hat, freut ihn sehr. Online liest er die Kommentare unter seinem Clip und stellt immer wieder fest: "Das ist alles schon sehr mausig." Dafür lohnt es sich, das Lampenfieber zu überwinden.
Pelle bei der Rocknight im Kaffeegarten Sülze dabei
"Das absolute Ziel ist natürlich, Festivals und eigene Touren zu spielen", verrät Pelle. "Ich möchte eigentlich vier von sieben Tagen nur auf der Bühne stehen." Die Celler Festivals hat Pelle jedenfalls schon erobert. Mit seiner Band spielte er bereits in Südwinsen und im Bockpalast. Am 24. Oktober ist Pelle außerdem bei der Rocknight im Kaffeegarten Sülze dabei. Ab 19:30 Uhr gibt es hier Livemusik von Pitshot, Pelle, 3rd Grade Burn sowie von der Celler Nachwuchsband Backroom. Tickets sind aktuell im Vorverkauf ab zehn Euro erhältlich.














