Zurück am Behrenskamp: So schick ist die neue Johanniter-Unfall-Hilfe
- Audrey-Lynn Struck

- 25. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. März

CELLE. Verwohnt, unansehnlich und viel zu klein: Diese Beschreibung der ehemaligen Celler Geschäftsstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) gehört endgültig der Vergangenheit an. Nach dem Abriss des Gebäudes aus den 1970er-Jahren und einer Bauzeit von rund zwei Jahren ist der Neubau am Behrenskamp fertig.
Zusammenhalt unter Ehrenamtlichen
Die vergangenen zwei Jahre waren für die Johanniter eine Phase des Improvisierens. „Wir waren obdachlos“, sagt Ortsbeauftragter Thomas Adasch. Der Ortsverband musste sich auf verschiedene Standorte verteilen, Fahrzeuge wurden zwischenzeitlich bei der Polizei Celle, dem NLBK, den Feuerwachen in Westercelle und Scheuen sowie bei der Bundeswehr gelagert. Vieles sei nur durch unbürokratische Hilfe möglich gewesen, so Thomas Adasch. „Im Ehrenamt hilft man sich untereinander.“
Auch die Jugendgruppe fand vorübergehend im Altenheim nebenan einen Treffpunkt. Jetzt hat sie einen eigenen Raum. „Wir haben 15 bis 20 Jugendliche und wollen bald eine zweite Jugendgruppe bilden“, verrät Dienststellenleiter Henning Hamann.
Der Neubau markiert nun eine deutliche Verbesserung. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist im Landkreis Celle breit aufgestellt – vom Rettungsdienst in Eschede, Hermannsburg und Beckedorf über den ambulanten Pflegedienst und Hausnotruf bis hin zu zwei Kindertagesstätten.
„Das neue Gebäude ist ein gewaltiger Motivationsschub beim Ehrenamt.“
Rund 60 bis 70 Ehrenamtliche engagieren sich im Ortsverband. „Das neue Gebäude ist ein gewaltiger Motivationsschub beim Ehrenamt. Wir können nur Leute motivieren, wenn wir ihnen die entsprechenden Rahmenbedingungen geben“, sagt Thomas Adasch.
Geschäftsstelle neben Wohngemeinschaft
Die Geschäftsstelle mit Büros, Schulungsräumen für interne Fortbildungen sowie für öffentliche Angebote wie Erste-Hilfe-Kurse ist auf rund 760 Quadratmetern untergebracht. Im Erdgeschoss befindet sich zudem eine ambulante Wohngemeinschaft für 12 Personen. „Es ist ein frei bestimmtes Leben in der Wohngemeinschaft“, erklärt Pflegedienstleiterin Tanja Schulz.
Pflegedienst rund um die Uhr
Bewohner mieten ein eigenes Zimmer mit Bad, teilen sich Gemeinschaftsbereiche und gestalten ihren Alltag selbst. Die Struktur erinnert an eine Wohngemeinschaft im klassischen Sinne: gemeinsam kochen, Haushaltskasse, flexible Abläufe. Gleichzeitig ist ein Pflegedienst rund um die Uhr vor Ort.
Die Wohngemeinschaft ist bewusst kein klassisches Heim. Bewohner können eigenständig entscheiden, welchen Pflegedienst sie nutzen, und eigene Regeln innerhalb der Gemeinschaft festlegen. „Wir sind hier als Johanniter nur Gast“, sagt Tanja Schulz.


























































































