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Zoogenehmigung in Sicht? Konflikt zwischen Wildpark und Landkreis Celle hält an

Wildschwein Frischlinge im Wildpark
(Foto: Wildpark Müden)

MÜDEN/ÖRTZE. Es könnte so einfach sein: Der Wildpark Müden hätte gerne eine Zoogenehmigung, der Landkreis Celle möchte sie ermöglichen. So heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung: „Der Landkreis beabsichtigt, dem Wildpark Müden eine Zoogenehmigung unter Auflagen zu erteilen.“ Strittig bleibt jedoch weiterhin, wie die geforderte Sicherheitsleistung umgesetzt werden soll. „Die Mitteilung ist im Kern nichts Neues. Wir wussten ja, dass wir eine Zoogenehmigung bekommen, wenn wir die Sicherheitsleistung zahlen“, sagt Wildpark-Geschäftsführer Thomas Wamser.


Sicherheitsleistung soll Steuerzahler schützen


Der Konflikt schwelt schon seit Monaten. Der Landkreis fordert 55.600 Euro als Sicherheitsleistung, die – ähnlich wie eine Kaution – sicherstellen soll, dass der Park weiterlaufen kann, falls der Betreiber ausfällt. So will man verhindern, dass der Steuerzahler für mögliche Kosten aufkommen muss, wie damals bei der Insolvenz des Filmtierparks Eschede. Thomas Wamser sieht das anders: Die Sicherheitsleistung hemme die Möglichkeiten des Parks, neue Ideen umzusetzen. Für jede neue Tierart müssten extra Summen hinterlegt werden. So koste ein Luchs knapp 14.000 Euro als Sicherheit. „Und jetzt stellt euch mal vor, die Luchse machen Bumba-Bumba und haben auf einmal vier Jungtiere“, sagt er.


Wildpark: Bankbürgschaft geht nicht


Der Landkreis betont, dass die Summe nicht bar hinterlegt werden muss. „Es reicht die Eintragung einer Grundschuld oder eine Bankbürgschaft aus.“ Doch beides sei für den Wildpark Müden praktisch nicht möglich, erklärt Thomas Wamser: „Wir haben keinen Grundbesitz, den wir belasten können. Wir pachten die Fläche.“ Eine Bürgschaft habe die Bank bisher ebenfalls abgelehnt.


„Wir haben keinen Grundbesitz, den wir belasten können. Wir pachten die Fläche.“

Eine mögliche Lösung kam kurz vor Weihnachten: Ein anonymer Spender stellte 55.000 Euro bereit. „Der Scheck wurde geprüft und ist gedeckt und steht ab jetzt dem Wildpark zur Verfügung“, sagt Thomas Wamser. „Es ist schon naheliegend, dass der Spender mit dieser Summe einen gewissen Zweck verfolgt hat.“ Gleichzeitig möchte er das Geld lieber direkt in den Park investieren. „Jeder Euro, der im Wildpark bleibt, ist ein guter Euro.“


Zwei Wochen für weitere Prüfungen


Der Landkreis Celle will nun den weiteren Verlauf abwarten: „Wir haben die zahlreichen Äußerungen des Wildparkbetreibers zur Kenntnis genommen. Das ändert aber nichts daran, dass eine Entscheidung auf Basis des geltenden Rechts getroffen werden muss.“ Nach Erteilung der Zoogenehmigung kann Wamser im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Rechtsmittel einlegen. In den kommenden zwei Wochen will der Wildpark die nächsten Schritte prüfen – ob danach eine endgültige Einigung steht, bleibt abzuwarten.

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