Würdigung der Celler Militärgeschichte: Ausstellung „400 Jahre Garnison“ eröffnet

CELLE. Die Stadt Celle blickt auf 400 Jahre Militärgeschichte zurück. Um dieses Jubiläum zu würdigen und die stets enge Verbundenheit der Stadt mit Militär und Bundeswehr zu verdeutlichen, ist im Bomann-Museum die Ausstellung „400 Jahre Celler Garnison“ eröffnet worden. Gemeinsam mit dem Garnison-Museum wird dieses bedeutende Kapitel der Stadt- und Regionalgeschichte in den Blick genommen. Gezeigt wird die Entwicklung der Celler Garnison von ihren Anfängen im 17. Jahrhundert bis heute. Zu sehen ist die „kompakte Kabinettausstellung“ im Vorraum der Ehrenhalle. Viele weitere Exponate und Infos sind online verfügbar.
Wichtigste Schlaglichter der Garnisonsgeschichte auf einen Blick
„400 Jahre sind eine lange Zeit“, sagte Heiko Wolff, Korvettenkapitän sowie Erster Vorsitzender des Celler Garnison-Museums bei der Eröffnung am Dienstag. „Wir haben auf den Roll-ups in dieser Ausstellung die wichtigsten Schlaglichter dargestellt.“ Gemeint sind unter anderem die Anfänge der Garnison 1626 unter Herzog Christian, die weiteren Entwicklungen während der Napoleonischen Kriege und der Kaiserzeit sowie die Militärgeschichte nach den Weltkriegen bis zur Gründung der Bundeswehr und darüber hinaus. Spannende Einblicke liefern diverse Exponate wie beispielsweise eine Streckenzugtafel, die 2022 bei den Bauarbeiten des Hotels „Hampton by Hilton“ an der 77er Straße gefunden wurde. Über QR-Codes kommen Besucherinnen und Besucher in die digitale Ausstellung mit ausführlichen Infos.
Zu den Exponaten gehört unter anderem ein Gemälde der ehemaligen Kaserne an der 77er Straße (linkes Bild) und eine Streckenzugtafel, die bei den Bauarbeiten zum Hotel „Hampton by Hilton“ gefunden wurde (rechtes Bild, rechts).
Großteil der Ausstellung ist digital erfahrbar
Ziel der Ausstellung ist nicht nur, die Celler Militärgeschichte zu würdigen, sondern auch die Arbeit des Garnison-Museums sichtbar zu machen, das eine Fülle von Exponaten besitzt, die nach und nach digitalisiert und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. „Dies hier ist nur ein Fragment“, sagte Kristof Nagy vom Vorstand des Garnison-Museums. Der Großteil sei digital zu sehen. „Es ist der Versuch, einen Schritt nach außen zu machen.“ Auf diese Weise könnten beispielsweise Anfragen aus China oder den USA einfacher erfüllt werden. Eine digitale Stadtkarte, auf der 46 militärisch bedeutsame Orte in Celle online erfahren werden können, ist ebenfalls Teil des Angebots.
„Wir stehen zu unserer Bundeswehr, weil uns 400 Jahre Garnisonsgeschichte nachhaltig geprägt haben.“
Positive Worte zur Entstehung der Ausstellung kamen auch von der Celler Stadtverwaltung. Bürgermeister Klaus Didschies lobte, das deutlich werde, wie eng Militär und Zivilbevölkerung miteinander verbunden waren, sind und sein werden. „Wir stehen zu unserer Bundeswehr, weil uns 400 Jahre Garnisonsgeschichte nachhaltig geprägt haben“, sagt er. Außerdem sei man dankbar für die Hilfe bei Waldbränden, Hochwasser und ähnlichem und würdige die Arbeit der aktiven Soldaten, von denen nicht wenige nach ihrer Dienstzeit in Celle eine neue Heimat gefunden hätten. „Diese Verbundenheit fällt nicht vom Himmel, sie wächst stetig.“
Ausstellung „400 Jahre Celler Garnison“ im Bomann-Museum
Die Ausstellung „400 Jahre Celler Garnison“ ist noch bis zum 28. Februar 2027 während der Öffnungszeiten des Bomann-Museums (Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr) zu sehen. Gezeigt wird sie im Vorraum der Ehrenallee im Obergeschoss. Aufgrund von Renovierungsarbeiten ist die Ehrenhalle selbst derzeit nicht zu besichtigen.














