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Wohnmobilstellplatz wird kleiner als geplant


Fuhse Wohnmobilstellplatz Herrenwiese
Areal zur Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes direkt an der Fuhse Fotos: Peter Müller

CELLE. Ursprünglich sollte der Wohnmobilpark an der Herrenwiese um 37 Stellplätze vergrößert werden, nun sind es nur noch 21. Die Erweiterung des direkt an der Fuhse, und daher in deren Überschwemmungsgebiet, gelegenen Areals falle kleiner aus als geplant, der Abstand zum Fluss werde vergrößert, teilte Dipl.-Ing. André Grote vom Fachdienst Stadtplanung in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung mit. Erst auf Nachfrage von Bernd Zobel (Grüne) begründete er das geänderte Vorgehen.


Offenbar trägt die Verwaltung damit Einwänden von Wasser- und Naturschutzbehörden im Rahmen des frühzeitigen Beteiligungsverfahrens Rechnung. „Es wird mehr Raum für die Versickerung des Niederschlagwassers benötigt“, antwortete Grote. Dieses sei im südlichen Bereich, also zur Fuhse hin, nicht ausreichend gewährleistet. Die Fläche wurde daraufhin reduziert und der Entwurf dahingehend geändert, dass sich die Versickerungsmulden nun weiter nördlich in einem Gebiet mit ausreichendem Grundwasserflurabstand befinden, schreibt Pressesprecherin Myriam Meißner auf CH-Nachfrage.


Der Wohnmobilpark war im Jahr 2018 eingerichtet worden als Ersatz für die wegfallenden Plätze auf der Allerinsel aufgrund ihrer Bebauung. Betrieben wird er von den Celler Parkbetrieben, einer Tochter der Celler Stadtwerke. Deren Geschäftsführer Thomas Edathy hatte frühzeitig auf zusätzlichen Bedarf zu den bestehenden 45 Abstellmöglichkeiten hingewiesen. Wohnmobile lägen im Trend, es handele sich um eine kaufkräftige Klientel, die Innenstadtnahe Lage des Parks fördere den Tourismus in der Altstadt. Das Neue Rathaus wurde aktiv und ging in die Planung für die Erweiterung auf einem bislang als öffentliche Grünfläche genutzten Areal, für das Kompensationsmaßnahmen vorgesehen sind.


Auch Bernd Zobel spricht von einer „Erfolgsgeschichte Wohnmobilstellplatz“, „ich begrüße die Vorlage, auch als Touristiker“, sagte er im jüngsten Bauausschuss. Dr. Udo Hörstmann (Unabhängige) verwies auf den Wohnmobilboom und kommentierte: „Wir hätten gerne noch mehr Plätze gehabt“. Einzig Jürgen Rentsch (SPD) stimmte nicht ein in den Chor der ausschließlich positiven Stimmen: „Es gibt dort auch ein Wohngebiet“, merkte er an. Die Distanz hat sich aufgrund der Reduktion auf 21 Plätze vergrößert, was Rentsch ausdrücklich begrüßte. Einzelne Bewohner hatten sich nach Bekanntwerden der Planungen kritisch zu Wort gemeldet, auch aufgrund der befürchteten Lärmemission. Dieses wurde in der Sitzung nicht thematisiert. Im Rahmen der beschlossenen erneuten öffentlichen Auslegung erhalten Bürger Gelegenheit, eventuelle Bedenken einzubringen.


Der Initiator des Projektes Thomas Edathy zeigt sich indes keineswegs enttäuscht über die Reduktion der Stellplätze: „Ich freue mich, dass wir überhaupt erweitern können. 21 ist gut“, lautet sein Kommentar. „Wir haben einiges an Auflagen erfüllt, ich hoffe, dass wir Anfang nächsten Jahres die Baugenehmigung erhalten, damit wir mit den zusätzlichen Plätzen in die Saison 2023 ab Mai/Juni starten können.“



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