Wathlingen, Leibniz Universität Hannover und Pro Peace starten Kooperation

WATHLINGEN. Die Samtgemeinde Wathlingen, die Leibniz Universität Hannover und die Friedensorganisation Pro Peace wollen den Prozess der Energie- und Wärmewende vor Ort gemeinsam begleiten. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung am 8. Oktober 2026 haben die drei Partner die Grundlage für ein Pilotprojekt geschaffen, das den Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Bürgerschaft, Wirtschaft und weiteren lokalen Akteurinnen und Akteuren stärken soll.
Die Wärmewende bringt Veränderungen mit sich, die unterschiedliche Interessen, Erwartungen und Perspektiven berühren. Ziel der Zusammenarbeit ist es daher, den Austausch zu fördern, verschiedene Sichtweisen sichtbar zu machen und einen konstruktiven Umgang mit möglichen Konflikten zu unterstützen. Durch präventive kommunale Konfliktberatung, bedarfsgerechte Weiterbildungsangebote und Dialogformate sollen Zuständigkeiten geklärt, gemeinsame Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und frühzeitig Lösungsansätze entwickelt werden.
Die drei Kooperationspartner bringen dafür unterschiedliche Kompetenzen ein. Die Samtgemeinde Wathlingen begleitet den Prozess vor Ort und stellt die Verbindung zu den relevanten Akteurinnen und Akteuren her. Die Zentrale Einrichtung für Weiterbildung (ZEW) der Leibniz Universität Hannover koordiniert das Gesamtprojekt und entwickelt wissenschaftlich fundierte, bedarfsgerechte Weiterbildungsangebote für die Verwaltung und weitere Schlüsselakteure. Die Friedensorganisation Pro Peace begleitet den Prozess mit ihrem Ansatz der kommunalen Konfliktberatung. Als allparteilicher Akteur unterstützt sie dabei, unterschiedliche Interessen und Perspektiven zu erfassen und konstruktiv in den weiteren Prozess einzubringen.
Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung erhielt die Samtgemeinde Wathlingen zudem Einblicke in die aktuelle Forschungsarbeit der Leibniz Universität Hannover. Auf dem Maschinenbau-Campus erläuterte ein Mitarbeiter des Instituts für Thermodynamik aktuelle Forschungsansätze und Arbeiten im Bereich der Wärmeversorgung. Im Anschluss unterzeichneten die Kooperationspartner die gemeinsame Vereinbarung.
Für die Samtgemeinde Wathlingen soll die Kooperation einen konkreten Mehrwert auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung schaffen. Entscheidend ist dabei, die unterschiedlichen Stimmen vor Ort zu hören, ihre Anliegen ernst zu nehmen und sie in die Diskussion einzubeziehen. Die Wärmewende wird damit nicht allein als technische Aufgabe verstanden, sondern auch als gemeinsamer gesellschaftlicher Gestaltungsprozess.
In den kommenden Monaten soll die Zusammenarbeit durch verschiedene Aktivitäten und Formate vor Ort mit Leben gefüllt werden. Ein Bestandteil der kommunalen Konfliktberatung ist eine begleitende Lenkungsrunde, deren Vorbereitung das Kooperationsteam derzeit übernimmt.
Informiert bleiben und mitgestalten
Wer über Zwischenstände, Veranstaltungen und Möglichkeiten zur Beteiligung an der Energie- und Wärmewende informiert bleiben möchte, kann sich in den Informationsverteiler der Samtgemeinde Wathlingen aufnehmen lassen. Dazu genügt eine kurze E-Mail mit dem Stichwort „Verteiler“ an klimaschutz@wathlingen.de.
Claudia Sommer, Samtgemeindebürgermeisterin, lädt die Bürgerinnen und Bürger dazu ein, den weiteren Prozess aufmerksam zu begleiten und sich mit ihren Perspektiven einzubringen.
Text: SG Wathlingen














