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Vortrag mit Dr. Irina Scherbakowa von der Menschenrechtsorganisation Memorial


Foto: Peter Kreier

CELLE Russlands Krieg gegen die Ukraine, die imperialen Ambitionen Putins und die russische Unterstützung antidemokratischer Kräfte weltweit sind nicht zu verstehen ohne einen kritischen Blick auf die Geschichte. Diesen Blick zeigt Dr. Irina Scherbakowa, Gründungsmitglied der 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Menschenrechtsorganisation Memorial, am 10. Oktober in der CD-Kaserne Celle.

Dabei widmet sich Scherbakowa zum einen Fragen der gegenwärtigen Situation in Russland und Osteuropa und nimmt zum anderen die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in den Blick. Außerdem spricht sie über die Arbeit von Memorial und das Ziel, die Menschenrechte zu stärken. Thema der Organisation ist vor allem die historische Aufarbeitung der politischen Gewaltherrschaft des Stalinismus und der Sowjetunion. In den letzten drei Jahrzehnten wurden dafür Geheimarchive geöffnet, Denkmäler errichtet, nationale wie internationale Kooperations- und Bildungsprojekte durchgeführt und namenlosen Opfern ihre Namen zurückgegeben. Wichtig in der Arbeit der Menschenrechtsorganisation sind zudem Fürsorgeleistungen für die Überlebenden sowjetischer Straf- und Arbeitslager.

Im Dezember 2021 liquidierte das Oberste Gericht in Russland die Organisation Memorial International. Als im Oktober 2022 bekannt wurde, dass der Friedensnobelpreis an Memorial verliehen wird, wurde am selben Tag der Hauptsitz in Moskau beschlagnahmt. Auch dieser staatliche Eingriff in die Erinnerungsarbeit wird Thema des Vortrags: Welche Auswirkungen hat dies auf die national wie international bedeutsame Gedenk- und Erinnerungsarbeit? Wie kann unter diesen Bedingungen und Bedrohungen die Arbeit von Memorial weitergeführt werden? Und welche Auswirkungen hat das auf Diskussionen in Deutschland?

Der Vortrag findet am 10. Oktober ab 19 Uhr in Halle 13 der CD-Kaserne, Hannoversche Str. 30b in Celle, statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der vhs Celle organisiert. Der Eintritt ist frei.

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