VfL: Sonja und Daniel Beer absolvieren Brocken-Challenge im Harz
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CELLE. Sonja und Daniel Beer vom VfL Westercelle e.V. waren erneut gemeinsam sportlich unterwegs – diesmal bei der Brocken-Challenge. Die 80 Kilometer lange Strecke führte von Göttingen hinauf auf den Brocken und umfasste rund 1.900 Höhenmeter – und das mitten im Februar. Das Motto der Veranstaltung lautet „kalt, hart, schön“ – treffender lässt sich der Tag kaum beschreiben.
Die Brocken-Challenge ist kein gewöhnlicher Lauf, sondern eine Benefizveranstaltung. Für den Startplatz muss man sich im Vorfeld bewerben, sämtliche Startgelder fließen in Spendenprojekte. Die Organisation erfolgt vollständig ehrenamtlich. Auch die Verpflegung entlang der Strecke hatte besonderen Charakter: Die Lebensmittel waren gespendet, vieles stammte aus Bioläden aus Göttingen. Im Mittelpunkt stehen weder Gewinn noch große Inszenierung, sondern Gemeinschaft und Eigenverantwortung. Vorgaben zur mitzuführenden Ausrüstung gab es nicht; die Teilnehmenden waren auf ihre Erfahrung angewiesen. „Die Stimmung ist anders – ehrlicher, aber auch wärmer“, so Sonja und Daniel Beer rückblickend.
Der Lauf begann vergleichsweise moderat mit überwiegend asphaltierten und leicht welligen Passagen. Mit zunehmender Nähe zum Harz wurde jedoch deutlich, welche Herausforderung noch bevorstand. Der Brocken präsentierte sich winterlich: Nebel, Kälte und eine raue, fast mystische Atmosphäre prägten das Bild am Gipfel. Sonnenschein blieb aus, stattdessen führte die Strecke durch eine diesige Landschaft, begleitet von leichtem Schneefall und Graupel. Angesichts der im Februar möglichen Wetterbedingungen erwiesen sich die Verhältnisse dennoch als vergleichsweise günstig: Selbst am Gipfel herrschte nur wenig Wind, bei Temperaturen von minus neun Grad. Am Zieleinlauf erwarteten Mitarbeitende des Hospiz-Hauses, das einen Teil der Spendengelder erhält, die Teilnehmenden – trotz eisiger Kälte engagiert und stimmungsvoll.
Sonja und Daniel Beer absolvierten die gesamte Distanz gemeinsam. Unterwegs entstanden zahlreiche Gespräche mit anderen Läuferinnen und Läufern, es wurde gegenseitig motiviert, gelacht und auch schweigend nebeneinander gelaufen. „Viele starten aus einer ähnlichen inneren Haltung heraus. Das verbindet“, berichten sie.
Der Rückweg vom Brocken erfolgte ebenfalls zu Fuß: Rund acht Kilometer führten hinunter nach Oderbrück, wo der Reisebus wartete.
Für das Laufpaar vom VfL Westercelle e.V. bleibt vor allem das Gefühl, Teil einer besonderen Veranstaltung gewesen zu sein. Die Brocken-Challenge ist fordernd, zugleich aber ein Beispiel dafür, was durch ehrenamtliches Engagement und gemeinschaftlichen Einsatz möglich ist. Kalt, hart, schön – und vor allem menschlich.
Text: DB













